Viele Grüße und ein herzliches Willkommen in meiner „Speakers Corner“ für die neue Ausgabe von POLO+10.

2020 war ohne Zweifel eines der denkwürdigsten Jahre in unser alle Leben. Ein Jahr, welches uns veranlasst hat, zurückzublicken und auch zu schauen, was die Zukunft bringen wird. Ich hoffe, dass Sie und Ihre Familien in diesen unsicheren Zeiten gesund sind und wir alle möglichst bald zu einem fröhlichen und aufregenden Leben zurückfinden werden 🤙🏼.

Neben all den negativen Schlagzeilen war für mich 2020 auch insofern ein besonderes Jahr, als dass ich auf 10 Jahre meiner Tätigkeit als Kommentator beim Polo zurückblicken kann. All die wunderbaren Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennenlernen durfte, Freundschaften, die ich schließen durfte, die wunderschönen Orte, die ich besuchen durfte, sind wunderbare Erinnerungen, auf die ich in diesen Zeiten gerne zurückgreife.

Der Polo Sport führte mich in über 16, teilweise sehr exotische, fremde Länder, von denen ich einige zum ersten Mal besuchen durfte und deren Kultur und Bevölkerung eine absolute Bereicherung für mich waren.

Der Polo Sport ist sehr facettenreich und ich hatte das Glück, auf so viele verschiedene Arten involviert und tätig zu sein. Als ich 1998 durch Champagne Pommery nach England kam um die Marke dort zu vertreten war es auch meine Aufgabe das Pommery Polo Team mit John William Manconi, Piki Alberti, Juan Bollini und Henry Brett zu betreuen, die in 1999 The British Open gewannen – ein perfekter Tag für uns, vor allem da das Turnier von Veuve Cliquot gesponsert wurde.

Später dann habe ich im Royal County of Berkshire Polo Club für Brian Morrison und Captain Michael Amoore arbeiten dürfen, echte  Pioniere des Englischen Polo Sports. Dank meines guten Freundes Steve Thompson, der mir das Reiten beibrachte, lernte ich Polo zu spielen. Vielen Dank Steve, du hast einen tollen Job gemacht. Captain Michael Amoore sagte einmal während einer Unterrichtsstunde zu mir: „Versuch nicht auszusehen, als hättest du Verdauungsprobleme, wenn du im Sattel sitzt!“ Ich hab mich dran gehalten und werde es nie vergessen. Nochmal vielen Dank, Michael.

Nach einigen Jahren als Spieler, Trainer und Schiedsrichter lancierte ich im Jahr 2004 meine eigene kleine Firma MiG Polo International Ltd., mit der ich seit über 16 Jahren die weltgrößten Screens bei den renommiertesten Turnieren in England bereitstelle. Ein Highlight in jedem Jahr ist der Finaltag der British Open im Cowdray Park Polo Club.

Wie die Jungfrau zum Kinde kam ich zum Kommentieren als mich Daniel Wächter im Guards Polo Club Ende 2010 fragte, ob ich ein Turnier in Klosters/Schweiz mit meiner Stimme begleiten möchte. Ich stimmte zu und bin dabei geblieben. Die Bezeichnung „The Voice of Polo“ verdanke ich POLO+10.

Während der letzten 10 Jahre habe ich mit vielen außergewöhnlichen und liebenswerten Menschen in diesem Sport gearbeitet. Die gemeinsame Basis war immer die Leidenschaft für das Spiel. Es war und ist eine Riesenfreude, Teil von so vielen großartigen Teams zu sein und zur Entwicklung sämtlicher Turniere meinen Beitrag leisten zu dürfen.

Es war ohne Zweifel ein spannendes, aufregendes und tolles Jahrzehnt und es gibt so viele Menschen, bei denen ich mich für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen bedanken möchte.  Die Liste wäre zu lang um sie hier alle auf zu zählen (und ich möchte natürlich auch vermeiden, dass ich jemanden vergesse), aber ich denke, diejenigen, die ich meine, wissen wer angesprochen ist.

Ich bedanke mich von Herzen, dass ich die letzten 10 Jahre Eure  „Voice of Polo“ sein durfte und freue mich sehr auf die nächsten 10.

Euer Jan-Erik