„Die Fotografie gehörte schon immer zu den mächtigsten Ausdrucks- und Übermittlungsformen –  und ich bin stolz darauf, dass ich sie auf meine Weise nutzen kann, um meine Lebenserfahrungen zu erzählen.“

 


Erzählst Du uns ein wenig über dich selbst?
 
Ich wurde im Südwesten Frankreichs, in der Nähe von Bordeaux, geboren. Im Jahr 2004 zogen wir wegen der Arbeit meines Vaters nach Long Island, New York, wo wir bis 2009 lebten. Diese Jahre waren lebensverändernd, da ich schon früh eine neue Sprache lernte und viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennenlernte. Ich bin mir sicher, dass dies der Auslöser für meine Liebe zum Reisen war.

Wie lange hast Du schon mit Pferden zu tun? 
Ich bin seit meiner Geburt in der Welt des Pferdesports unterwegs. Als meine Mutter noch jünger war, nahm sie an Geländerennen teil und mein Vater war Rennpferde-Trainer. Pferde waren schon immer eine Familienangelegenheit. Ich ritt bis 2016 im Springreiten und wechselte dann zum Polo. Seitdem bin ich von dieser Welt angetan.

 

 

Wolltest Du schon immer eine Pferdefotografin werden? 
Ganz und gar nicht. Ursprünglich wollte ich mich beruflich den Bereichen Events und Kommunikation widmen. Nach fünf Jahren eines postgradualem Studiums und zahlreichen Berufserfahrungen in Spitzenunternehmen wie Peretti Communications (PR-Agentur) in London und bei Hermès in Paris, war ich mir sicher, dass dies der Weg war, den ich einschlagen wollte.

Wie wurde die Fotografie zu Deiner neuen Karriere?
Ich begann mit der Fotografie als Hobby, indem ich Fotos von meinen Freunden bei Springreitwettbewerben machte. Als ich dann 2016 anfing Polo zu spielen, wechselte ich auch zur Polofotografie. Wie bereits erwähnt, gehörte die Fotografie zunächst nicht zu meinen Berufswünschen. Als ich jedoch im April 2020 mein Studium beendete, begann COVID und es wurde fast unmöglich einen Job im Veranstaltungsbereich zu finden. So beschloss ich professionell zu fotografieren und gründete im September 2020 mein Unternehmen WF Unlimited.

 

 

Wie würdest Du deine Fotografie beschreiben und wo siehst Du sie? 
Ich betrachte meine Fotos eher als Lifestyle- als Sportfotos. Ich liebe es, während eines Spiels Actionfotos zu machen, aber mein Hauptziel ist es, die einzigartigen Momente auf und neben dem Spielfeld zu finden. Die Emotionen der Spieler und der Pferde selbst einzufangen, ist einer der Höhepunkte meiner Arbeit. Ich kann mich mit dem Zitat von Destin Sparks identifizieren: „Fotografie ist die Geschichte, die ich nicht in Worte fassen kann“, denn die Emotionen, die ich verewigen kann, sind die Grundlage für meine Geschichten.

Wie bereits erwähnt, liebe ich es, um die Welt zu reisen. Während meiner beiden Reisen nach Patagonien, Argentinien, hatte ich die Gelegenheit, das Leben der argentinischen Gauchos bei der Arbeit mit ihren Rindern zu fotografieren. In diesem Moment wurde mir klar, wie sehr ich es liebe, diese authentischen Menschen in ihrer Umgebung zu fotografieren. Ich bin stolz darauf, dass ich die Möglichkeit hatte, ihre Hingabe an ihre Arbeit festzuhalten und ihre Lebensgeschichte mit einer internationalen Gemeinschaft zu teilen.

Deshalb ist mein Wunsch für die nächsten Jahre, um die Welt zu reisen, mehr Kulturen zu entdecken und zu versuchen, ihre Lebensweisen mit meiner Fotografie zu würdigen.

Wie Steve McCurry sagte: « Ich kann mir kein besseres Leben vorstellen, als zu reisen und zu fotografieren ».

 


Portrait der staubbedeckten Wendy Falourd,
nachdem sie den Gauchos mit ihren Rindern in die Berge gefolgt ist,
in Mamuil Malal, Patagonien, Dezember 2021.

 

Fotos von Wendy Falourd

@wfldphotography