Auch diesmal sorgten die Swiss Medium Goal Championships im Polo Park Zürich für einen prickelnde Mix aus großer Spannung, Dramatik und großartiger Stimmung. Zudem gab es in diesem Jahr eine ganz besondere Premiere zu feiern.

Seit Jahren gilt die Trophäe der „Swiss Medium Goal Polo Championships“ als die begehrteste der Saison – und diesmal kämpften insgesamt sechs Teams um den Sieg. Fünf kamen direkt vom organisierenden Club, die sechste Mannschaft setzte sich mit Spielern aus drei verschiedenen Kantonen und einem argentinischen Profi zusammen. 

Am ersten Tag hielt sich der Spannungslevel auf konsequent hohem Niveau, denn alle Spiele gingen denkbar knapp aus: Polo Park Zürich gewann gegen den Polo Club Zug erst in der Verlängerung. Im zweiten Spiel gab es sogar eine Prise Drama: Der für Los Lobos spielende Sébastien Le Page verletzte sich am Ende des zweiten Chukkers, nachdem er ein Tor geschossen hatte, und wurde deshalb durch Stefan Roth ersetzt. Der beendete das Spiel gegen Gräff Capital mit einem denkbar knappen 9:8-Sieg. Seb wurde aufgrund seiner Verletzung für den Rest des Wochenendes durch Patricio Gaynor Benoit, einen erst 13-jährigen schweizerisch-argentinischen Spieler, ersetzt. Das erste Spiel am Samstag verlor der Polo Club Zug gegen Gräff Capital. Kusnacht Practice, der „Lucky Loser“ vom Vortag, unterlag dem Polo Park Zürich und in der letzten Partie des Tages besiegten Los Lobos Equilibrium.

Am Sonntag strahlte die Sonne den ganzen Tag besonders heiß vom Himmel – und dementsprechend heiß waren alle teilnehmenden Teams auf den Sieg. Während das erste Spiel aufgrund eines Unfalls nach 2 Chukka leider abgebrochen werden musste, war das zweite Spiel dann ganz besonders leidenschaftlich umkämpft. Am Ende setzte sich Equilibrium mit nur einem Tor Vorsprung gegen Gräff Capital durch. 

Das Finale zwischen dem Titelverteidiger und Los Lobos versprach zum Start, ein ganz besonders heiß umkämpftes und dementsprechend enges Match zu werden. Doch nach dem ersten Chukker ging Los Lobos deutlich in Führung und sicherte sich schließlich mit dem Sieg den Titel der Swiss Medium Goal Polo Championships 2022. Vor allem für Patricio Gaynor Benoit war es ein ganz besonderes Turnier. Denn mit nur 13 Jahren ist er der bislang jüngste Spieler, der jemals diese Meisterschaft gewann. Das Talent liegt offensichtlich in der Familie: Patricio triumphiert drei Jahre, nachdem sein Vater die Trophäe in Händen halten konnte.

 


 

Ranking:

1. Los Lobos (+6)
Morgan Van Overbroek, B (0)
Facundo Kelly, AR (+3)
Martin Podesta, AR/I (+3)
Patricio Gaynor Benoit CH/AR (0)

2. Polo Park Zürich
Sacha Djafarian, CH (-1)
Thomas Wolfensberger, CH (+1)
Walter Cortez, AR (+4)
Juan Diego Rizo Patron Parks, PE (+2)

3. Equilibrium (+6)
Daniel Aegerter, CH (0)
Stefan Roth, CH (0)
Matias Allaria, AR (+2)
Francisco Fucci, AR (+4)

4. Gräff Kapital (+6)
Markus Gräff, CH (0)
Reto Hausammann / David Kalberer CH/CH (0/0)
Alejo Badano, AR (+3)
Thommy Gräff, CH (+3)

5. Polo Club Zug (+6)
Aline Haerry, CH (-1)
Andrew Drummond, CH (+1)
Chris Kiesel, DE (+2)
Facundo Guevara, AR (+4)

6. Kusnacht Practice (+6)
Andrew Guthrie, GB (0)
Eduardo Greghi, CH/BR (0)
Jacinto Peralta Ramos, AR (+2)
Carlos Solari, AR (+4)

Best playing pony:: Arisquisabia – im Besitz von Sébastien Le Page – gespielt von Martin Podesta.

 


 

PROGRAMM / Ergebnisse

Freitag, 10. Juni
15.00 Uhr: Spiel 1 Kusnacht Practice 4 – Equilibrium 6
16.15 Uhr: Spiel 2 Polo Park Zürich 5 – Polo Club Zug 4
17.30 Uhr: Spiel 3 Gräff Capital 6 – Los Lobos 7

Samstag, 11. Juni
15.00 Uhr: Spiel 4 Polo Club Zug 4 – Gräff Capital 6
16.15 Uhr: Spiel 5 Kusnacht Practice (Lucky Loser) 6 – Polo Park Zürich 7
17.30 Uhr: Spiel 6 Equilibrium 5 – Los Lobos 6 (Sébastien ersetzt durch Patricio Gaynor JR.)

Sonntag, 12. Juni
10.30 Uhr: Spiel um Platz 5 & 6 Polo Club Zug 4 – Kusnacht Practice 2 
11.45 Uhr: Spiel um Platz 3 & 4: Equilibrium 6 – Gräff Capital 5

Finale Schweizer Polo Meisterschaft Medium Goal
13.00 Uhr: Polo Park Zürich 3 – Los Lobos 8

Schiedsrichter: Cesar Ruiz Guiñazú & Nicolas Scorticcini

 

Fotos: © Tim Hughes