Der private Vermögensaufbau benötigt mehr als einen guten Aktientipp. Es kommt darauf an, wie sich die Nettorendite nach Steuern entwickelt. Ein Punkt, den auch viele Anleger nicht beachten, die schon etwas mehr Vermögen aufgebaut haben. Hält man sein Vermögen nicht als Privatperson, sondern in einer vermögensverwaltenden GmbH, zahlt man beim Verkauf von Aktien beispielsweise statt 26,375 Prozent nur 1,54 Prozent Steuern.

POLO+10: Was ist eine vermögensverwaltende GmbH und wofür brauche ich diese?
Christine Kiefer: Eine vermögensverwaltende GmbH funktioniert im Prinzip wie jede andere Kapitalgesellschaft. Der Hauptunterschied besteht darin, dass sie nicht operativ tätig ist, sondern zum Vermögensaufbau genutzt wird. In einer vermögensverwaltenden GmbH zahlen Anleger und Trader beispielsweise lediglich 1,54 Prozent Steuern auf ihre Aktiengewinne, während sie als Privatanleger 26,375 Prozent Kapitalertragssteuer zahlen. So kann man schneller Vermögen aufbauen und finanziell unabhängig werden. 

POLO+10: Aber ist so eine GmbH nicht sehr aufwendig?
Christine Kiefer: Aufwand und Nutzen müssen bei allen Anlageentscheidungen immer im Blick stehen. Wenn man sieht, wie viel Steuern man sparen kann, dann ist der Nutzen schon einmal offensichtlich. Das ist auch der Grund, warum sehr viele Vermögende eine vermögensverwaltende GmbH haben. Der Aufwand liegt darin, dass man eine GmbH gründen und einen Jahresabschluss erstellen muss. Beides kostet Geld. Es muss also ein gewisses Anlagevolumen vorhanden sein, damit sich das rechnet. 

POLO+10: Und ab wann lohnt sich eine solche vermögensverwaltende GmbH? 
Christine Kiefer: Hier kommt unser digitales Geschäftsmodell von RIDE ins Spiel. Wir haben sowohl die Gründungsprozesse digitalisiert als auch die laufende Verwaltung der GmbH. Der dritte Punkt ist die Wertpapierverbuchung. Während das früher beim Steuerberater händisch gemacht wurde, geht das nun über unsere Schnittstellen und der Steuerberater bekommt alle Daten aufbereitet – das ist um ein Vielfaches billiger. Es kommt zwar immer auf den Einzelfall an, aber mit unseren digitalen Services wird die vermögensverwaltende GmbH bereits ab einem Depotvolumen von 80.000 Euro interessant. Bisher war die Einstiegsschwelle eher im Bereich von 5 Millionen Euro. 

»Der Einsatz einer vermögensverwaltenden GmbH lohnt sich schon bei einem Depot von 80.000 Euro.«

POLO+10: Für welche Anleger ist eine vermögensverwaltende GmbH besonders interessant? 
Christine Kiefer: Grundsätzlich für alle Anleger. Auch für die Nachfolgeregelung eignet sich eine solche GmbH. Besonders interessant sind vielleicht zwei Aspekte: Privatpersonen sind seit Januar 2021 von der Verlustverrechnungsbeschränkung bei Termingeschäften betroffen. Da diese Beschränkung nicht für Kapitalgesellschaften gilt, hat man hier mit der vermögensverwaltenden GmbH deutliche Pluspunkte. 

Auch für Immobilienbesitzer gibt es Vorteile: Wenn eine GmbH nur Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung generiert, kann sie von der Gewerbesteuer befreit werden. Dann liegt der reale Steuersatz lediglich bei 15,83 Prozent im Gegensatz zum privaten Steuersatz von 47,48 Prozent ohne GmbH. 

POLO+10: Also sieht man wieder einmal: Wichtig ist, was am Ende rauskommt. 
Christine Kiefer: Ganz genau. Steuern haben einen großen Einfluss beim Vermögensaufbau. Wichtig ist mir, dass es hier um steueroptimiertes Investieren geht, nicht um Steuerhinterziehung oder etwas ähnliches. RIDE Capital nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung, damit die Vorteile der Kapitalgesellschaft auch für den Vermögensaufbau eingesetzt werden können – und nicht nur für die Superreichen. Wir selber sind zwar keine Steuerberater, arbeiten aber bundesweit mit Partner-Steuerberatern zusammen. Wir betreuen bereits über 1.000 vermögensverwaltende Kapitalgesellschaften mit einem Anlagevolumen von insgesamt mehr als 200 Mio. Euro. 

POLO+10: Das war sehr interessant! Vielen Dank für das Gespräch.
Christine Kiefer: Sehr gern, herzlichen Dank! 

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