Ameer Jumabhoy (+1) ist die dritte Generation in seiner Familie, die dem Polospiel verfallen ist. Sein Vater ist Ratsmitglied des Poloweltverbands (FIP) und er selbst spielt Polo seitdem er elf Jahre alt ist. Heute lebt er vorwiegend in Singapur. Doch nicht nur sein Vater und sein Großvater sind begeisterte Spieler: sein Onkel Iqbal Jumabhoy ist erst kürzlich von seinem Amt als Präsident des Singapore Polo Club zurückgetreten.

Auch wenn Ameer meist in Singapur Polo spielt, hat das Polo-Team seiner Familie seinen Sitz in Kuala Lumpur in Malaysia. Das Team „La Sarita“, benannt nach seiner Schwester Sarah, spielt in der Royal Malaysia Polo Association (RMPA) League, bei der Teams aus Thailand, Singapur und natürlich aus Malaysia dabei sind. Die Mannschaft „La Sarita“ hat viele Trophäen gewonnen, darunter die Thai Polo Open, und das Team ist amtierender Meister der RMPA League. Auch Ameer hat sein Land bereits bei internationalen Events vertreten.

Was Ameer aber von den anderen Polospielern in seinem Alter unterscheidet, ist die Tatsache, dass er den Polosport benutzt, um die Aufmerksamkeit auf verschiedene wohltätige Zwecke zu lenken. Zu der Zeit, als er Politikwissenschaft in Houston im US-Bundesstaat Texas studierte, gründete er die Wohltätigkeitsorganisation „Golden Goals“. Seitdem nutzt er diese Organisation als Plattform, um ein Bewusstsein für Probleme wie Brustkrebs und Fruchtbarkeitsbehandlungen von Frauen in Malaysia zu schaffen. 2012 stellte Ameer die Wohltätigkeitsorganisation in Pakistan vor, um Spenden für die Behandlung von Kindern mit Krebserkrankungen zu sammeln. Zuletzt hat er circa 200.000 US-Dollar für eine Reihe von wohltätigen Zwecken gesammelt.

Während der Argentine Open 2014 hatte POLO+10 die Gelegenheit, Ameer zu interviewen. Im Rahmen der Argentine Open hatte La Martina alle Markenbotschafter zum ersten „Global Brand Ambassadors“-Meeting eingeladen, dass im La Aguada Polo Club im argentinischen Open Door veranstaltet wurde.

POLO+10 Erzähl uns etwas über deine Anfänge im Polo und deine aktuelle Polokarriere.
Ameer Jumabhoy: Ich spiele hauptsächlich in Südostasien, besonders in Singapur und Malaysia. Im vergangenen Jahr hatte ich durch La Martina die Möglichkeit in den USA Polo zu spielen sowie in Tschechien beim Snow Polo dabei zu sein. Es ist toll, zu sehen, wie sich der Polosport überall auf der Welt entwickelt und die Zuschauer an diesen Events Gefallen finden. 2014 war ein großartiges Jahr mit La Martina und ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit.

POLO+10: Deine Familie ist stark in den Polosport involviert und engagiert sich sehr dafür, den Sport in Südostasien zu fördern. Welche Rolle spielst du dabei?
AJ: Ich verfolge zwei Ziele: das erste Ziel ist, dass der Sport mehr Zuschauer und hoffentlich auch mehr Spieler bekommen soll. Mein zweites Ziel hat damit zu tun, dass ich fest daran glaube, dass Polo eine Plattform sein kann, um ein soziales Bewusstsein zu schaffen und Wohltätigkeitsarbeit für Organisationen zu leisten. Es gibt so viele Organisationen auf der Welt, die nicht die Möglichkeit haben, bekannt zu werden und die Hilfe benötigen. Polo kann als Plattform dienen, um diesen Organisationen zu helfen. Mein Hauptfokus liegt dabei natürlich auf Südostasien, da ich hier lebe, aber es gibt es viele Menschen überall auf der Welt, für die man etwas verändern kann.

POLO+10: Um auf deine Rolle als Botschafter von La Martina zu kommen, warum glaubst du wurdest du von La Martina als Botschafter ausgewählt?
AJ: Ich glaube, La Martina wählt Personen aus, die im Polo und mithilfe des Polosports interessante Dinge tun; deshalb weiß ich nicht, warum sie mich ausgewählt haben. Aber ich denke, dass La Martina viele Möglichkeiten für die Entwicklung des Polosports in Asien sieht. Die Marke La Martina steht an vorderster Stelle, wenn es darum geht, den Sport in der Region zu fördern und dabei kann es hilfreich sein, wenn man eine Person vor Ort hat, die sich mit der Region gut auskennt und die dem Unternehmen als Person des öffentlichen Lebens helfen kann. Ich bin dort aufgewachsen, habe indische Wurzeln und lebe in Singapur, dadurch decke ich einen ziemlich großen Bereich ab. So gesehen ist es bis jetzt eine tolle Partnerschaft, beide Seiten versorgen sich gegenseitig mit Informationen und ich glaube, dass die Marke dort in der Region noch weiter wachsen wird.

POLO+10: Warum hast du dich dazu entschieden, die Marke zu repräsentieren?
AJ: Meine Partnerschaft mit La Martina beginnt mit einer netten kleinen Geschichte: als ich elf oder zwölf Jahre alt war, reiste ich zum allerersten Mal nach Argentinien und mein Vater erzählte mir vom La Martina Shop dort. Den Laden betrat man durch eine kleine Tür, die keinerlei Aufmerksamkeit auf sich zog, aber nachdem man diese Tür geöffnet hatte, fand man diesen wunderschönen Laden, der mit seinen lackierten Holzregalen beinahe wie eine Bibliothek aussah. Das erste Shirt, das ich dort sah, war ein Singapur-Poloshirt mit der Nummer 4. Dieses Shirt hatte mein Vater getragen, als er beim World Cup mitspielte. Ich glaube, darin liegt das Wesen von La Martina: es geht bei der Marke um Geschichte, Tradition und den Glauben, dass die Begeisterung für den Polosport von einer Generation an die nächste weitergegeben werden kann. Diese Überzeugung teile ich und ich hoffe, dass ich das auch an die nächste Generation weitergeben kann.

POLO+10: Erzähl uns von dem besten Moment deiner Polokarriere.
AJ: Es gab einen sehr interessanten Moment: Im Sommer hatte ich die Gelegenheit, gegen meinen Vater und das Team unserer Familie zu spielen, und zwar auf dem höchsten Handicap-Niveau, das dort in der Region in Südostasien gespielt wird. Im anderen Team war eine Position unbesetzt, deshalb bot ich mich als Ersatz an. Es war etwas seltsam, gegen meinen Vater zu spielen, aber am Ende schlugen wir meine Familie, die nicht so gut spielte und es war schön ein +16 Goals-Turnier zu gewinnen.

POLO+10: Was sind deine Pläne für die Polosaison 2015?
AJ: Ich habe vor, in der nächsten Saison in Singapur und Malaysia bei verschiedenen +12, +8 und +4 Goals-Turnieren mitzuspielen. Außerdem hoffe ich, nach Australien reisen zu können und an einem großen öffentlichen Poloevent in der Stadt Singapur teilzunehmen. Wir suchen zudem nach weiteren Möglichkeiten in Asien, wo wir Polo dazu benutzen können, etwas zu bewirken. Ich werde euch darüber auf dem Laufenden halten!

POLO+10: Du engagierst dich sehr für wohltätige Zwecke. Was ist für dich dabei der Hauptantrieb?
AJ: Es begann alles vor ein paar Jahren, als bei meinem Vater Krebs diagnostiziert wurde, das hat mich sehr berührt. Ich war damals noch Student und die Sache hat mich sehr mitgenommen, ich hatte ein wirklich schlimmes Jahr. Dann wurde mir klar, dass es sehr einfach ist, nur dazusitzen und zu weinen, aber dass es besser ist, rauszugehen und etwas zu bewirken. Deshalb startete ich dieses Programm, bei dem mithilfe des Polosports die Kinderkrebsstiftung mit Spenden unterstützt wird. Das Programm wurde immer größer und bis heute konnte ich bei verschiedenen Sachen wie Fruchtbarkeitsbehandlungen von Frauen oder der Bildung von Kindern in den USA helfen. In Bezug auf den Wohltätigkeitsaspekt geht es im Polosport im nächsten Schritt darum, die Zuschauer dazu zu bringen, sich zu engagieren.

POLO+10: Erzähl uns von deinen aktuellen Wohltätigkeitsprojekten!
AJ: La Martina ermöglicht es mir, von Stadt zu Stadt zu reisen und verschiedene Projekte zu fördern. Als ich vor einigen Monaten in die USA reiste, wollte die Dame, die mich eingeladen hatte, eine Sache unterstützen, die sowohl für sie als auch für mich in Bezug auf Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit sehr wichtig war. Als ich also da war veranstalteten wir beide individuell Events, um Bewusstsein für diese Sache zu schaffen. In Australien und an anderen Orten gibt es auch viele Projekte, die thematisiert werden sollten. Ich habe damals mit einem Projekt zur Zeit begonnen, aber inzwischen bin ich in viele Projekte zugleich involviert. Ich hoffe, dass es künftig mehr Menschen im Polosport geben wird, die sich für den Sport engagieren und durch diesen wohltätige Zwecke unterstützen.

Lieber Ameer, vielen Dank für das Gespräch! Für die Zukunft wünschen wir Dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg!