Vor zwei Jahren hat er das High Goal Turnier auf Gut Aspern mit seinem Land Rover Team gewonnen. Jetzt tritt Heino Ferch bei der Deutschen Polo High Goal Meisterschaft an – und traut sich und seinen Mitspielern so einiges zu …

POLO+10: Herr Ferch, wann und wie sind Sie zum Polosport gekommen? Wie hat alles angefangen?
Heino Ferch: Vor 13 Jahren rief eine Berliner PR-Agentur bei mir an und fragte, ob ich mir vorstellen könne, für eine Benefiz-Aktion an einem Polospiel im Polo Club Berlin Brandenburg in Falkensee teilzunehmen. Ich lebte damals in Berlin, hatte Polo schon beim British Polo Day auf dem Berliner Maifeld gesehen und war absolut begeistert gewesen. Ich sagte also spontan zu – und schon ging alles los. Mit Tuky Caivano, dem Polotrainer im Club in Falkensee, habe ich dann ein paar Monate lang regelmäßig trainiert.

POLO+10: Dann hat der legendäre Polo-Virus Sie erwischt?
Heino Ferch: Wenn man die ersten Bälle im leichten Galopp trifft und sie weit durch die Luft fliegen … dann packt einen das schon. Das sind großartige Momente, es macht einfach Spaß.

POLO+10: Trotzdem haben Sie nichts überstürzt …
Heino Ferch: Ich habe mich gefragt, ob Polo mir tatsächlich so viel Spaß macht, dass ich mich voll darauf einlassen möchte. Und ich habe geprüft, inwiefern dieser Sport überhaupt mit meinem Beruf als Schauspieler vereinbar ist. Nach weiteren zwei Jahren habe ich dann mein erstes Pferd gekauft. Beraten hat mich dabei Carlito Velazquez vom Polo Club Ising.

POLO+10: Ihre Frau Marie-Jeanette stammt ja aus einer berühmten Pferdefamilie.
Heino Ferch: Ja, MJ war viele Jahre im deutschen Nationalkader der Military­Reiter aktiv. Auch ihr Vater war lange Vielseitigkeitsreiter, sodass auch über die Familie der Pferdesport eine ganz zentrale Rolle in meinem Leben spielt. Wir leben in Oberbayern und trainieren wenn möglich jeden Tag zusammen. Dabei ist auch Niklas Steinle, der 2014 zum Polo-Nachwuchsspieler des Jahres gewählt wurde, und MJs Cousin ist. Wir spielen oft zusammen als Familiy-Team und haben dieses Jahr schon den Bucherer Polo Cup in München gewonnen. Es macht natürlich viel aus im Polo, wenn ein Team aufeinander eingestellt ist.

POLO+10: Sie haben auch im Pololand Argentinien trainiert und sich nennenswert immer weiter verbessert.
Heino Ferch: Ja, in Argentinien spielen und trainieren wir immer wieder bei den Garrahans auf der Polo One Anlage in Pilar. Auch alle unsere Polopferde stammen aus der Garrahan-Zucht. Eine großartige Polofamilie. Mit Nacho Garrahan spielen wir seit langem zusammen, und jetzt ist bei den High Goal Turnieren im zweiten Jahr auch Pablo Jauretche dabei, den wir durch Nacho kennengelernt haben.

POLO+10: Sie spielen 2015 drei Turniere für Ihren Teamsponsor Land Rover. Was verbindet Sie mit der Marke?
Heino Ferch: Land Rover passt als hochwertige Marke zu der Bodenständigkeit und Naturverbundenheit, die uns am Herzen liegen. So leben wir. Ich bin schon seit vielen Jahren Land Rover „Botschafter“. Die lange Geschichte der Marke, ihre Eleganz und ihr Pragmatismus gefallen mir. Dazu kann ich stehen. Mit dem Land Rover Polo Team spielen wir in diesem Jahr wieder drei Turniere. Die Zusammenarbeit ist wirklich sehr erfolgreich und wir setzen auch weiterhin auf Kontinuität.

POLO+10: Auf Gut Aspern haben Sie vor zwei Jahren Ihr erstes High Goal Turnier gewonnen. Jetzt treten Sie zur Deutschen High Goal Meisterschaft auf Gut Aspern an. Gefällt es Ihnen hier?
Heino Ferch: Absolut, meine Frau und ich lieben Gut Aspern sehr. Ein tolles Anwesen, das Christopher Kirsch in den vergangenen Jahren zu einer der besten Poloadressen Deutschlands entwickelt hat. Jetzt trägt seine Arbeit Früchte. Aspern ist sehr britisch, ländlich und bodenständig. Das gefällt uns sehr.

POLO+10: Woran arbeiten Sie gerade beruflich?
Heino Ferch: Ich bereite gerade in Berlin einen Kinofilm vor. Außerdem spiele ich in einem spannenden Projekt über den großen deutschen Filmregisseur Fritz Lang. Anlässlich seines 40. Todesjahres wird der Film 2016 ins Kino kommen. Und demnächst stehe ich auch wieder in Wien vor der Kamera, wo wir einmal im Jahr einen Film in der hochdekorierten Reihe „Spuren des Bösen“ drehen. Dort spiele ich den Psychologen Richard Brock.

POLO+10: Haben Sie sich für die High Goal Meisterschaft auf Gut Aspern viel vorgenommen?
Heino Ferch: Ich denke, dass wir mit Nacho Garrahan und Pablo Jauretche ein ernstzunehmendes Team sind. Wir werden sehen … und freuen uns auf jeden Fall auf spannende Chukker in Gut Aspern.

POLO+10: Herr Ferch, wir danken Ihnen das Gespräch und wünschen viel Erfolg bei der Deutschen High Goal Meisterschaft auf Gut Aspern!