Seit fast einem Jahrhundert beherrscht Argentinien den weltweiten Polosport. Diese Dominanz hat seit den 1980er Jahren noch zugenommen, als Argentinien Wegbereiter von Embryotransfers für die Zucht von Polopferden wurde. Wie funktioniert eine Embryoübertragung? Drei international anerkannte Fachleute sprechen darüber mit POLO+10.

Text: Chris Ashton

Aufgrund der Arbeiten von Professor William („Twink“) Allen erhob die Cambridge University 1974 gemeinsam mit Japan Anspruch auf die weltweit erste erfolgreiche Transplantation eines Pferdeembryos. Bis heute kämpft der aus Neuseeland stammende Allen, Cambridge-Emeritus für die Fortpflanzung von Pferden und wissenschaftlicher Leiter des Paul-Mellon-Labors für die Fortpflanzung von Pferden in Newmarket, leidenschaftlich für eine breitere Anwendung von Embryotransfers in der Züchtung von Pferden für das gesamte Spektrum der Pferdesportarten.

Embryotransfers? „Angenommen, Sie haben eine Stute, die in einer Pferdesportart sehr erfolgreich ist und Sie möchten mehr als ein Fohlen auf einmal oder auch ein Fohlen ohne die Unbequemlichkeit einer trächtigen Stute erzeugen“, beschreibt Allen. „Dann wird die Stute gedeckt oder künstlich befruchtet und sieben oder acht Tage nach dem Ovulieren (das heißt, nach dem Ausstoßen des Eis in die Gebärmutter) wird das Ei mit einer Salzlösung herausgespült. Da es für das bloße Auge jetzt noch nicht sichtbar ist, wird es unter einem Mikroskop identifiziert und in eine Empfängerstute übertragen, die einen ähnlichen Zyklus wie die Spenderstute hat. Die Empfängerstute nimmt die Trächtigkeit als ihre eigene an, obwohl der Embryo das Erbgut seiner natürlichen Mutter und des Hengstes behält, von dem sie befruchtet wurde. Die Empfängerstute kann taub, lahm, blind oder dumm sein, sie muss jedoch fruchtbar und mindestens die gleiche Größe haben wie die Spenderin, damit der Embryo, den sie trägt, nicht verkrüppelt, wenn er wächst.“ Können die Verhaltensmerkmale der Empfängerstute das ungeborene Fohlen beeinflussen, sobald es zu saugen beginnt? Allen sagt, diese Frage sei noch nicht endgültig geklärt, er meine jedoch, dass dies nicht der Fall sei.

Allen ist – mit Recht – stolz darauf, welche Rolle einer seiner ersten Doktoranden, der aus Australien stammende Robert Pashen, bei den ersten Schritten zur kommerziellen Anwendung von Embryotransfers gespielt hat. Mitte der 1980er Jahre stellte Pashen dem argentinischen Polopferdezüchterverband das Verfahren vor. „Durch Ausschluss von Stuten, die als Empfängerinnen angeboten wurden, jedoch, wie er sah, problematische Gebärmutterhälse hatten, erzielte er auf Anhieb eine Trächtigkeitsquote von 80 Prozent“, fährt Allen fort. „Was die Argentinier erkannt haben und die übrige Welt nur widerwillig akzeptiert, ist, dass sich durch Embryotransfers der Generationszyklus verkürzen lässt. Nach der High Goal Saison in Argentinien kommen die Stuten jetzt auf Ranches, wo sie befruchtet werden. Diese aktiven Stuten, in der Regel zwischen sechs und zehn Jahren alt, sind sehr fruchtbar, weil sie jung und fit sind. Jeder Stute können drei oder vier Embryos entnommen werden, obwohl Embryos auch aus Jährlingen genommen werden können. Einer der Vorteile der Argentinier besteht darin, dass sie für eine Zuchtoperation 200 bis 300 Empfängerstuten verwenden können, sodass sie unter einer Vielzahl von Empfängerstuten wählen können, wenn die Spenderstuten ovulieren. Die Argentinier arbeiten mit überragenden, athletischen Ponys. Wenn sie der Überzeugung sind, dass für die Fähigkeiten eines Ponys sein Erbgut und nicht das Training verantwortlich ist, müssen sie Embryotransfers einsetzen, um es zu reproduzieren.“

Man verwendet jetzt nach Geschlecht sortiertes Sperma und nimmt eine Biopsie der Blastozysten vor, um die weiblichen Nachkommen vor dem Transfer zu selektieren. „Worauf es jetzt ankommt, ist die Verbesserung der Gefrierverfahren, damit wir die Embryos schnell und effizient einfrieren können, um sie an einen anderen Ort zu transportieren. Unsere Erfolgsquote beträgt zurzeit 65 Prozent, sie wird sich jedoch noch erhöhen. Es läuft auf Folgendes hinaus: Wenn Sie zum Vergnügen auf Ponys mittlerer Qualität spielen, kommt ein Embryotransfer nicht infrage. Er ist teuer, und selbst das beste biologische System gibt Ihnen keine Garantie eines 100-prozentigen Erfolgs. Wenn jemand jedoch Pferdesport auf höchstem Niveau betreibt, ist der Embryotransfer das Mittel für ein entsprechendes Zuchtprogramm. Um auf höchstem Niveau zu kämpfen, muss man an die dazugehörige Technologie glauben.“

Allen hat keine Geduld mehr mit der Welt des Rennsports, in der der Embryotransfer ausdrücklich verboten ist: „Das perfekte Beispiel dafür, weshalb wir den Embryotransfer einführen sollten, sind gegenwärtig zwei Rennpferde von Weltklasse: Black Caviar in Australien und Frankel in Großbritannien. Sie werden beide in diesem Jahr als Deckhengste eingesetzt. Bei Frankel besteht eine Chance von 95 Prozent, dass er ein normaler fruchtbarer Hengst wird, der für mehr als 100.000 Pfund pro Stute bis zu fünf Jahre lang jährlich über 150 Stuten decken wird. Bei Black Caviar, einer Stute, beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnisunfähigkeit 10 Prozent, die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs einer Trächtigkeit 14 Prozent und die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein krummbeiniges Fohlen erzeugt, das nicht rennen kann, 10 Prozent. Während ihres Lebens kann sie maximal lediglich 10 bis 12 Fohlen produzieren. Wie ungerecht ist das in genetischer und finanzieller Hinsicht? Und wie kurzsichtig ist es, den Embryotransfer für die Gene dieses unglaublichen Stutfohlens nicht zu verwenden. Schauen Sie, was die Milchviehzucht in Neuseeland bewirkt hat. Durch Linienzucht (Verringerung der Anzahl der Väter) und Nachkommenprüfung wurde die Milchproduktion in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht. Das ist nicht einer besseren Fütterung zu verdanken, sondern der genetischen Auswahl.“

Nach Informationen während des viertägigen Symposiums der International Embryo Transfer Society in Vancouver im August 2012 entfallen auf drei Länder etwa 80 Prozent der weltweit 40.000 jährlich durch Embryotransfers erzeugten Trächtigkeiten: die USA (mit 5.461, überwiegend Quarter-Horse-Pferde, Araber und Warmblüter), Brasilien (mit 12.422, überwiegend Quarter-Horse-Pferde und die Mangalarga-Rasse) und Argentinien (8.226, meist Polopferde). Nach Dr. Luis Losinno, Assistenzprofessor für Pferdefortpflanzung an der Universität Rio Cuarto in Argentinien, hat Argentinien bei Trächtigkeiten durch Embryotransfers eine der höchsten Erfolgsquoten der Welt. Warum? „Weil die Stuten von Hengsten befruchtet werden, die in Gestüten stehen und frisches Sperma liefern, und nicht künstlich besamt werden“, erläutert er. „Dank der Verwendung frischen Spermas erhöht sich die Embryoausbeute um 75 bis 80 Prozent. Dies gilt bei Embryotransferzentren inzwischen als Standardquote. „In Argentinien gibt es außerdem reichlich ideales Weideland für Spender und Empfänger, in anderen Ländern dagegen werden die Zuchttiere mit Getreide und Heu gefüttert und in Ställen gehalten. Brasilien ist weltweit führend bei Befruchtungen durch Embryotransfers. Sein tropisches Klima und seine tropische Vegetation sind jedoch ein Problem für die Viehzucht; 80 Prozent der Embryotransfers werden mit gekühltem oder gefrorenem Sperma durchgeführt.“

Seit Luis Losinnos Vater – ein ehemaliger Tierarzt mit eigenem Rennpferdegestüt, der an die Universität Rio Cuarto zurückkehrte, um Veterinärwissenschaften zu lehren und der als Fakultätsdekan pensioniert wurde – beschäftigen sich schon drei Generationen von Losinnos mit der Wissenschaft und Technologie der Pferdefortpflanzung. Luis und sein Bruder (ebenfalls Professor in einer Pferdeklinik) sind Absolventen der Veterinärwissenschaften an der Universität Rio Cuarto, und in jüngster Zeit kam noch Santiago, der Sohn von Luis, hinzu. Nach seiner Promotion an der Universität von Idaho hat sich Luis Losinno auf die Pferdefortpflanzung spezialisiert. Er lehnt die Vorstellung der Pferdefortpflanzung als Wissenschaft ab. „Es handelt sich vielmehr um Biotechnologie, die auf Wissen beruht, das aus Grundlagenforschung und angewandter Wissenschaft abgeleitet wurde“, erwidert er. „Es geht darum, Systeme und Instrumente zu entwickeln, um die Fortpflanzungsprobleme von Hengsten und insbesondere Stuten zu lösen.“

Erste Anwendungen der Biotechnologie in der Pferdefortpflanzung datiert er auf die frühen 1980er Jahre, als die Ultraschallsonographie entstand. Bei diesem Verfahren werden Schallwellen in Echtzeit übertragen. „Erstmals konnten wir alle Probleme diagnostizieren, die bei Trächtigkeiten für gewöhnlich auftreten. Bis dahin bewegten wir uns quasi im Blindflug. Das Verfahren ist sehr schnell und heute gehört es routinemäßig zu jedem Zuchtprogramm der Welt.“ Die ersten Embryotransfers folgten: „1974 wurde das erste Fohlen per Embryotransfer erzeugt, doch die Entwicklung der Biotechnologie zu einem brauchbaren Produktionssystem dauerte weitere 15 Jahre.“ Nach Meinung von Luis Losinno steht die Pferdebiotechnologie heute vor vier bedeutenden Herausforderungen: 1. die Vorabfestlegung des Geschlechts des Embryos; 2. das Einfrieren von Embryos für den gewerblichen Export („Im Vergleich zu anderen Nutztieren wie Rindern haben Pferdeembryos eine sehr komplexe Struktur. Seit 30 Jahren versucht man vergeblich, die Embryos auf konventionelle Weise einzufrieren.“); 3. die Follikelstimulation (Superovulation) – eine effektive Methode zum Herbeiführen mehrerer Eisprünge. Und schließlich 4. fortpflanzungsunterstützende Verfahren für sehr wertvolle Stuten oder Hengste mit akuten Fortpflanzungsproblemen, für die ein Embryotransfer ungeeignet ist.

Die künstliche Fortpflanzung für intensive gewerbliche Programme nutzbar zu machen, gehört zu den Zielen der Forscher.

Eine der zahlreichen Herausforderungen zur Verbesserung der Pferdefortpflanzung ist für Losinno insbesondere, wie sich die künstliche Fortpflanzung auf intensive gewerbliche Programme ausdehnen und nicht zuletzt, wie sich die Zuchtlebensdauer von Stuten verlängern lässt: „Die wertvollsten Stuten sind in der Regel die ältesten. Sie haben im Laufe der Zeit bewiesen, dass sie fähig sind, Nachkommen mit guten Leistungen im Polo zu zeugen. Es dauert jedoch zehn bis 15 Jahre, diese Fähigkeit zu bestätigen. Die Fortpflanzungsfähigkeit einer Stute lässt aber ab einem Alter von 15 Jahren nach. Eine Stute zwischen vier und 15 Jahren kann während einer Polosaison per Embryotransfer durchschnittlich vier bis sechs Embryos erzeugen. Eine ältere Stute mit 16 Jahren oder mehr kann zwei Embryos erzeugen – irgendwann sinkt ihre Fähigkeit auf Null. Die Besitzer möchten sie weiter für die Zucht verwenden, da ihre Nachkommen sich bewährt haben. Eines der Dinge, an denen ich arbeite – und dies war das Thema meiner Dissertation – ist die Verbesserung der Produktivität älterer Stuten. Eine Lösung ist der fortpflanzungsunterstützende Prozess, der sehr komplex ist. Wie bei Menschen kann dadurch die Fruchtbarkeit um bis zu 20 Prozent verbessert werden. Weitere Prozesse sind die Hormonregulation (die auch von Frauen verwendet wird) und das reproduktive Klonen, mit dem das Fortpflanzungsleben eines Tieres um bis zu 20 Jahre verlängert werden kann.“

Der erste Pferdeklon war ein 2003 in den USA geborenes Maultier. Ähnliches wurde im selben Jahr in Italien durch einen der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Klon-Biotechnologie, Professor Cesare Galli, erreicht, der das erste geklonte Fohlen produzierte. Es ist eine komplexe und ineffiziente Biotechnologie, da sie für ein Säugetier unnatürlich ist. Argentinien und die USA sind derzeit die einzigen Länder, in denen das Klonen mit gewerblicher Zielrichtung entwickelt wird. Nennt man in Polokreisen den Namen Mac Donough, erinnert man sich sofort an zwei argentinische Brüder Matias (39) mit einem +8-Goal Handicap und Pablo (30) mit einem +10-Goal Handicap. Befasst man sich jedoch statt mit Polo mit der Zucht, rückt ihr Vater in den Mittelpunkt. Außerhalb des Marktfleckens Daireaux, 250 Meilen südwestlich von Buenos Aires, befinden sich das 450 Hektar große Polopferde-Zuchtgestüt La Irenita Embriones und die 1.000 Hektar große Ranch La Liguria, die früher ausschließlich auf Rinder und Feldfrüchte ausgerichtet war, sowie zwei gemietete Farmen mit weiteren 1.100 Hektar.

Dank La Irenita Embriones ist Jorge Mac Donough führend beim Embryotransfer. Die aussichtsvollsten Zuchttiere wurden in die Ponys von Matias und Pablo eingereiht, die jedes Jahr ein Drittel ihrer Reittiere ausschließen. Jorge erklärt: „Unser erstes Ziel ist es, die Söhne mit möglichst guten Ponys auszustatten. Ich gehöre der Denkschule an, die sagt, dass man für die Zucht die besten Tiere verwenden muss. Ich bin auch überzeugt, dass man möglichst viel züchten sollte, um eine möglichst große Auswahl zu haben. Das ist einer der Gründe dafür, weshalb Argentinien im Polo besser ist als jedes andere Land, denn wir können unter enorm vielen Tieren die besten auswählen.“ Die gut 100 Fohlen, die zusätzlich zu denen vorhanden sind, die Pablo und Matias selbst für ihr eigenes Polo verwenden, werden als nicht eingerittene Jährlinge verkauft. „Wir reiten nur diejenigen ein, die wir für die Söhne ausgewählt haben“, erklärt ihr Vater weiter. „In Argentinien gibt es die nicht ganz gerechtfertigte Auffassung, dass jedes Pferd, das eingeritten ist und zum Kauf angeboten wird, nichts taugt und den Kauf nicht lohnt.“

Neben der Ausstattung seiner Söhne mit den besten Nachkommen, um ihre Polokarrieren zu fördern, bietet Mac Donough anderen Züchtern von Polopferden Embryotransferdienste an. In der Frage, ob bei der Zucht von Polopferden der natürliche Weg oder der Embryotransfer vorzuziehen ist, besteht Mac Donough darauf, dass der Embryotransfer der richtige Weg ist: „Mit dem Embryotransfer können wir viele Nachkommen von hervorragenden Stuten züchten, die immer noch spielen. Wir können neue Stuten mit drei oder vier Jahren testen, um die besten zu finden, und diejenigen ausschließen, die nicht gut genug sind. Mit dem Embryotransfer wird der Generationsabstand zwischen den besten Tieren verkürzt und wir können verschiedene Hengste mit denselben Stuten in einer Generation bewerten, um die besten Väter und die effizientesten Kombinationen zu ermitteln.“

In der Spitzenzeit von Ende Dezember bis März nehmen die Tierärzte von La Irenita und etwa 30 Mitarbeiter pro Tag in der Regel 20 Embryotransfers vor. Im April und Mai werden die Fohlen als angehende Poloponys ausgewählt und von ihren Müttern entwöhnt. Das ganze Jahr über arbeiten Einreiter mit „grünen“ Pferden; die Hengstfohlen sind zwischen 24 bis 30 Monate alt, die Stutfohlen zwischen 30 bis 36 Monate. Mac Donough anerkennt die Einsichten in die Pferdepsychologie von Monty Roberts, dem amerikanischen Autor von „Der Pferdeflüsterer“, und er schätzt, dass jedes seiner „grünen“ Pferde Hunderte Runden kurze Lektionen absolvieren wird, bevor sie für das, wie er es nennt, eigentliche Polo mit weißen Reithosen bereit sind. Zwei Drittel der etwa 30 für Ausbildung und Polo ausgewählten Hengstfohlen werden vorab kastriert. „Einige Züchter kastrieren sie, wenn sie noch bei ihren Müttern sind, da es einfacher ist“, sagt er. „Andere dagegen, und hier schließe ich mich selbst ein, kastrieren sie so spät wie möglich, da sie wegen ihrer männlichen Hormone den Wachstumszyklus eher abschließen und auf diese Weise ein kleineres, robusteres und kompakteres Hengstfohlen aus ihnen wird.“

Mac Donough arbeitete bis Mitte der 1990er Jahre bei verschiedenen Vollblutgestüten als Pferdeveterinär und kaufte dann La Irenita und La Liguria. Seine Leidenschaft für den Rennsport konkurrierte jedoch mit der Begeisterung für Polo. So betrieb er zu seinem Vergnügen das Low Goal Spiel oder er arbeitete als Tierarzt für die Dorignac-Brüder während ihrer glorreichen Tage, als das Team Santa Ana das High Goal Spiel in Argentinien dominierte. In seiner Spitzenzeit war Mac Donough +4-Goaler und spielte 1979 in England für den Poloschirmherrn Mark Vestey. Dank Eddy Moore, dem argentinischen Spieler, begegnete Mac Donough dem Sultan von Brunei. Dieser erteilte Mac Donough über zehn Jahre ab Mitte der 1980er Jahre den Auftrag, ihn mit Poloponys zu versorgen. Im Lauf der zehn Jahre wurden insgesamt rund 800 Tiere in Boeing-747-Maschinen nach Brunei geflogen, jeweils 100 Ponys pro Flug.

MacDonough hegt keine Zweifel, dass sich das argentinische Spiel sowohl zum Guten als auch zum Schlechten gewandelt hat: „Die Pferde sind besser geworden, aber sie können nicht mehr wie früher ein ganzes Chukker im High Goal Polo spielen. Wenn ein Pferd darauf trainiert wird, zwei oder drei Minuten zu spielen, hält es sieben Minuten nicht durch. Nehmen Sie Cambiaso: Er benötigt drei Pferde, um ein Chukker zu spielen – und er macht es sehr gut. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, ein Pferd für ein ganzes Chukker zu trainieren, weil die Spieler heute so viel von ihren Pferden verlangen.“