Die Gulfstream G500, die im Herbst 2014 gemeinsam mit ihrem Schwestermodell, der G600, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, muss sich derzeit in einem rigorosen Testprogramm bewähren. Mittlerweile bestand das Flugzeug seinen Erstflug mit Bravour, weitere Testflüge schließen sich an.

Am 18. Mai 2015 um 10:39 Uhr hob die G500 zum ersten Mal von der Rollbahn des Savannah-Hilton Head International Airport in Savannah, Georgia, USA, ab – mit den Gulfstream-Testpiloten Scott Martin und Kevin Claffy am Steuer. Mit an Bord: Testflugingenieur Bill Osborne, der die beiden Testpiloten tatkräftig unterstützte.

Das Luftfahrzeug stieg zunächst bis auf 3.200 m (10.500 Fuß) und erreichte anschließend eine Maximalhöhe von 4.572 m (15.000 Fuß). Während des 2 Stunden und 16 Minuten dauernden Flugs überprüfte die Crew sämtliche primären Flugleitsysteme, bewertete die Handhabungssicherheit bei Start und Landung, führte einen simulierten Anflug nebst Durchstart aus und überprüfte sämtliche Systeme unter Einsatz der Symmetry™-Touchscreen-Cockpitcontroller. Das Flugzeug erreichte eine maximale Fluggeschwindigkeit von 359 km/h (194 Knoten). Um 12:55 Uhr Ortszeit setzte die Maschine wieder sicher in Savannah auf.

„Der erfolgreiche Jungfernflug der N500GA ist das Ergebnis unserer enormen Investitionen in das G500-Programm“, erläutert Dan Nale, Senior Vice President des Ressorts Programme, Entwicklung und Test bei Gulfstream. „Diesen Meilenstein verdanken wir den weltweit renommierten Gulfstream-Forschungs- und Entwicklungsteams sowie unserem erklärten Ziel, neue Standards der geschäftlichen Luftfahrt zu definieren.“

Im Anschluss an den Jungfernflug standen bei der G500 zusätzliche Testflüge auf dem Programm, während zwei weitere Testmaschinen auf den Flugbetrieb vorbereitet werden.

„Die ersten fünf Flüge übertrafen unsere Erwartungen“, verrät Nale. „Und sie belegten deutlich, dass unsere bodengebundenen Prüfeinrichtungen deutliche Vorteile in der Luft bewirken, da wir uns Problemen bereits annehmen können, bevor sie im realen Flugbetrieb auftreten.“

Der sechste Flug der G500 führte die Maschine zum Gulfstream-Standort in Brunswick, Georgia, wo das Fluglagekorrektursystems erfolgreich getestet wurde. Im Verlauf des Fluges protokollierte die Maschine 1 Stunde und 22 Minuten Flugzeit nebst zwei Landungen mit vollständigem Stopp. Das G500-Testprogramm nimmt weiterhin Fahrt auf.

Die G500 und die G600 überzeugen durch eine optimierte Kombination aus Geschwindigkeit, großzügigem, komfortablem Passagierraum, Effizienz und besten Leistungswerten ihrer Klasse mit verbesserten Sicherheitseinrichtungen.

Die G500 ermöglicht eine Reichweite von 9.260 Kilometern/5.000 nautischen Meilen bei Mach 0,85 sowie 7.038 km/3.800 nm bei Mach 0,90 – die G600 dagegen bringt ihre Passagiere über 11.482 km/6.200 nm bei Mach 0,85 sowie 8.890 km/4.800 nm bei Mach 0,90 sicher ans Ziel. Beide Maschinen erreichen eine maximale Fluggeschwindigkeit von Mach 0,925 – dieselbe Maximalgeschwindigkeit wie die Gulfstream-Modelle G650 und G650ER.

Die G500 und die G600 sind darüber hinaus mit dem rundum neuen Symmetry-Cockpit ausgestattet, dem fortschrittlichsten, stilvollsten, komfortabelsten und intuitivsten Cockpit der geschäftlichen Luftfahrt. Modernste Technologie zeigt sich nicht zuletzt in aktiven Kontroll-Sidesticks (ACS), integrierten Touchscreen-Controllern, einem verbesserten Sichtsystem der nächsten Generation (EVS III) sowie der Honeywell-Primus-Epic-Bordelektronik.

Gulfstream erwartet die Zulassung der G500 im Jahre 2017, die Indienststellung ist für 2018 vorgesehen. Die G600 soll ihre Zulassung 2018 erhalten, ihre Indienststellung ist zum Jahr 2019 vorgesehen.

Gulfstream G500

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