Hans-Albrecht von Maltzahn, Präsident Deutscher Polo Verband
„Natürlich freue ich mich über die eindeutige Wiederwahl und verstehe dieses Ergebnis auch als eine Bestätigung unserer Arbeit, die wir bis hierhin geleistet haben. An dieser Stelle möchte ich meinen beiden Mitstreitern im Präsidium, Walter Niederberger und Thomas Winter und natürlich dem immer sehr engagierten Klaus Winter für die gute Zusammenarbeit danken. Die DPV-Sitzung fand mit ungewöhnlich hoher Beteiligung statt. Im Vorfeld hatte der Antrag zu einer neuen Satzung erheblichen Staub aufgewirbelt. Die Versammlung hat diesen Vorschlag, der einen eigenständigen Geschäftsführer mit weitreichenden Vollmachten vorsah, mit großer Mehrheit abgelehnt. Nichtsdestotrotz steht die Überarbeitung der Satzung, die in Teilen nicht mehr zeitgemäß ist, ohnehin auf unserem Arbeitsplan. Eine Arbeitsgruppe wird diesbezüglich gerade ins Leben gerufen. Ich freue mich sehr über die Wahl von Steffi von Pock, die als erste Frau dem Präsidium angehört. Sie ist selbst eine sehr engagierte Spielerin und hat Erfahrung im Vorstand ihres Clubs und der Organisation von Turnieren gesammelt. Steffi wird in ihrer frischen und zupackenden Art sicherlich neue Impulse in unsere Arbeit bringen. Besonders freue ich mich auch über die Wahl von Günther Kiesel, der sich seit vielen Jahren in seinem eigenen Club aber auch im Verband für die Entwicklung und den Aufbau des Polosports einsetzt. Günther Kiesel hat mehrfach die für uns geltenden Poloregeln der Hurlingham Polo Association ins Deutsche übersetzt und ergänzt. In seiner ruhigen, ausgeglichenen Art ist er zusammen mit seiner 4-köpfigen Polofamilie für alle ein Vorbild.“

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© Dr. Günther Kiesel

Günther Kiesel, Vizepräsident Deutscher Polo Verband (Präsident Polo Club Landsberg)
„Es war gewünscht, jemanden aus dem Süden mit im Vorstand zu haben und nachdem Walter Niederberger nicht mehr kandidierte, wurde ich gefragt, ob ich für das Amt zur Verfügung stehen würde. Erst am Hamburger Flughafen habe ich mich schließlich entschieden – und wurde gewählt. Was wir alle wollen ist, dass es mit dem Polosport in Deutschland nach vorne geht. Das ist das ebenso simple wie große Ziel und wir gehen unparteiisch und unvorbelastet an die Arbeit. Meiner Ansicht nach brauchen wir hier in Deutschland eine breitere Basis für den Sport und sollten uns darum kümmern, dass neben den prestigeträchtigen High Goal Turnieren, die wir natürlich dringend brauchen, auch eine breite Low-Goal-Szene entsteht und gefördert wird. High Goal und Basis müssen sich ergänzen. Wir möchten Schiedsrichterlehrgänge in einer „top to bottom“-Struktur anbieten und diese auch in die verschiedenen Regionen tragen. Zunächst aber wird eine Kommission gegründet, die an einer neuen Satzung arbeitet, welche transparenter und nicht so umständlich wie die alte ist. Teilweise findet man diesbezüglich sehr gute Inspiration beim englischen Poloverband. Ich freue mich sehr über die Wahl von Steffi von Pock und darüber, dass nicht nur ergraute Häupter den neuen Vorstand bilden – schließlich wollen wir in den kommenden drei Jahren viel bewegen. Danach werde ich auf keinen Fall an meinem Amt kleben. Inhaltlich werden wir uns auch intensiv um das Thema Tierschutz und Doping kümmern, die ja auch in der Außenwahrnehmung des Sports immer wieder eine wichtige Rolle spielen.“
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© Olaf Deharde

Steffi von Pock (erste Frau im DPV Präsidium, Vizepräsidentin Polo Club Berlin Brandenburg und Polospielerin hdc 0)
„Meine Entscheidung, für das Amt der Vizepräsidentin zu kandidieren, ist erst kurzfristig vor der DPV-Sitzung gefallen. Ein paar Anrufe hatten mich mit der Frage erreicht, ob ich Interesse hätte, das Amt zu übernehmen, wenn ich in der Sitzung vorgeschlagen würde. Ich war darüber sehr überrascht, aber nach einigen Überlegungen stimmte ich zu: Ja, ich bin bereit, die Aufgabe zu übernehmen, solange ich niemandem im Weg stehe. Was wir nun als nächstes angehen werden, ist die Überarbeitung der Satzung. Dieses Projekt soll in einer Arbeitsgruppe entwickelt werden. Die alte Satzung ist in einigen Punkten viel zu unübersichtlich und zu steif und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ein wichtiger Punkt auf unserer Agenda ist es, das Schiedsrichterwesen und die Schiedsrichterlehrgänge, aber auch spielerische Weiterbildungen wie Coachings und Camps von qualifizierten Ausbildern und Trainern künftig stärker vom Deutschen Polo Verband aus zu fördern. Ich habe den Eindruck, dass im neuen DPV-Vorstand ein großer Konsens bezüglich der Zielsetzungen besteht, wir auf einer Linie sind und ich vielleicht auch als aktive Spielerin ein bisschen frischen Wind beisteuern kann.“