Nachdem der legendäre St. Moritz Polo World Cup on Snow im vergangenen Jahr zum ersten Mal in seiner Geschichte aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen abgesagt werden musste, ist das Engadin vom 24. bis 27. Januar bereit für Snow Polo der Spitzenklasse.

St. Moritz ist eine der Wiegen des Polospiels in Kontinentaleuropa und beherbergt mit dem St. Moritz Polo World Cup on Snow das weltweit prestigeträchtigste Poloturnier auf Schnee. Vier High Goal Teams mit Handicaps von 18 Goals kämpfen Ende Januar auf dem gefrorenen St. Moritzersee. 2012 hatte das Turnier zum ersten Mal ausfallen müssen, weil der See nicht entsprechend zugefroren war.

Bernhard Pöllinger ist für die Organisation des hochklassigen Turniers verantwortlich und für die 2013er Ausgabe optimistisch. „Wir brauchen im November und Dezember kaltes Wetter, damit der See gut abkühlt und zufriert. Anfang Januar sollten rund 20 cm Schnee darüber schneien, die wir in vielen Durchgängen walzen. Zwischen drei und sechs Wochen dauert es, das Spielfeld zu bearbeiten und zu präparieren. Für das Turnier selbst wünschen wir uns natürlich schön kaltes Wetter und Sonnenschein.“ Ob das Eis gut genug ist, weiß Pöllinger durch zahlreiche Messungen und langjährige Erfahrung. „Das Eis muss mindestens 20 cm dick sein. Entscheidend ist vor allem, wie es gewachsen ist. Schwarzeis bedeutet gut gewachsen, sogenanntes Sandwicheis ist schlecht gewachsen.“

Rund 15.000 Zuschauer erwarten die Veranstalter vom 24. bis 27. Januar 2013 in St. Moritz. Ein spielerisches Highlight ist die Teilnahme von Eduardo Novillo Astrada aus England, der mit seinem +9 Goal Handicap zu einem der besten Polospieler auf der ganzen Welt gehört. Nach dem Round-Robin-Prinzip spielt jedes Team gegen jedes. Um die Pferde auf die Kälte und die besonderen Anforderungen in 1.800 Metern über dem Meeresspiegel vorzubereiten, absolvieren viele schon Tage und Wochen vor dem World Cup ein spezielles Höhentraining.

Bernhard Pöllinger ist seit vielen Jahren nicht aus dem Snow Polo in St. Moritz wegzudenken. „Ich war zunächst als Bauchef beim White Turf, einem internationalen Pferderennen auf dem St. Moritzersee, verantwortlich für das Eis und den Bau der Infrastruktur. Ab 1998 haben der World Cup und das White Turf sich die Aufbauten auf dem See an aufeinanderfolgenden Wochenenden geteilt. Also stellten wir seitdem auch die Infrastruktur für den St. Moritz Polo World Cup on Snow. 2009 wechselte ich ganz zur Polo AG. Heute wird mit einem gemeinsamen Infrastruktur Verein die Grundinfrastruktur für beide Veranstaltungen gebaut. Dank meiner Frau, die als Bereiterin arbeitet, sind mir Pferde nicht fremd. Der SMPWCOS ist heute das wichtigste Turnier im europäischen Winterhalbjahr, welches zur World Polo Tour gehört.“


Die Teams:
Sal. Oppenheim (+18)
Richard Davis (0, GBR)
Jonny Good (+5, GBR)
Eduardo Novillo Astrada (+9, ARG)
Tarquin Southwell (+4, GBR)

Ralph Lauren (+18)
Michael Bickford (+1, USA)
Jamie Morrison (+4, UK)
Nacho Figueras (+6, ARG)
Marcos Araya (+7, ARG)

Cartier (+18)
Jonathan Munro Ford (0, AUS)
Max Charlton (+6, UK)
Nacho Gonzalez (+6, UK)
Chris Hyde (+6, UK)

BMW (+18)
Andreas Knapp Voith (0, ESP)
Bautista Urbina (+6, ARG)
Ignacio Tillous (+6, ARG)
Lucas Labat (+6, ARG)


www.polostmoritz.com