Spekulationen über eine Absage des 28. St. Moritz Polo World Cup on Snow 2012 gab es schon vergangene Woche, doch noch am Freitag waren sowohl die Agentur Richterich & Partner AG als auch die Tourismusorganisation „Engadin St. Moritz“ noch voller Hoffnung und es stand nicht fest, ob das Turnier wirklich abgesagt werden muss. Doch nach den verschiedenen Belastungstests der Eisdecke des St. Moritzersees ist jetzt definitiv klar: Aufgrund der außergewöhnlich milden Temperaturen konnte der See nicht genügend durchfrieren. Das Eis ist zu dünn, sodass die Seekommission von St. Moritz aufgrund des Einbruchrisikos entschieden hat, den See für den Aufbau der Infrastruktur nicht freizugeben. Erstmals in der 28-jährigen Turniergeschichte muss der St. Moritz Polo World Cup on Snow daher abgesagt werden.

Die Vorschriften zur Benutzung der Eisfläche sind strikt: Das Eis darf auf dem gesamten See nicht dünner als 20 Zentimeter sein. Jeder Quadratmeter muss bis zu 350 Kilogramm tragen. Sind diese Faktoren nicht gegeben, können auf dem See keine Bauten aufgestellt werden.

„Wir haben bis zum letzten Moment gehofft, dass sich die Wettersituation noch ändert und ein paar eiskalte Nächte den See genügend gefrieren lassen. Leider hat uns Mutter Natur im Stich gelassen“, sagt Bernhard Pöllinger, Head of Sports and Infrastructure St. Moritz Polo AG.

Es ist für Veranstalter, Sponsoren, Partner und Sportler eine große Enttäuschung, da bereits viele Arbeitsstunden in die Vorbereitung des Snow Polo Turniers investiert wurden. „An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren Cartier, Deutsche Bank/Sal. Oppenheim, Ralph Lauren und BMW für die gute und inspirierende Partnerschaft“, sagt Urs E. Schwarzenbach, CEO der St. Moritz Polo AG.

Bis heute waren die Vorbereitungen in vollem Gang. Als sich abzeichnete, dass der See langsamer als in anderen Jahren zufriert, wurden vom Veranstalter verschiedene Alternativen zum See geprüft. Doch kein Plan B überzeugte. „Der St. Moritzersee ist als Austragungsort weltweit einzigartig und es gibt auf die Schnelle keinen adäquaten Ersatz“, erklärt Urs E. Schwarzenbach.


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