Für Polo braucht man nicht unbedingt ein Pferd. Zahlreiche Varianten kommen auch ohne die tierischen Player aus. Neben Fahrradpolo erfreut sich unter anderem auch Segwaypolo immer größerer Beliebtheit. Jetzt steht die Gründung des ersten Segwaypolo-Teams im Norden bevor. Vergangene Woche trafen sich einige Segwaypolo-Begeisterte im Hamburger Polo Club. Der NDR war dabei, um für die Sendung „DAS!“ einen Beitrag über den Hamburger Segway Polo Club zu drehen. Auch POLO+10 war vor Ort.

2004 fand in den USA das erste Segwaypolo-Turnier statt. Die Regeln des Segwaypolo entsprechen zum Großteil denen des üblichen Polosports hoch zu Ross. Gespielt wird in zwei Teams mit jeweils fünf Spielern. Das Spielfeld ist mit einer Größer von 61 × 39 Meter kleiner als ein Polofeld. Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Segways steuert der Spieler durch Gewichtsverlagerung und durch Schwenken der Lenkstange. Hierdurch hat der Spieler immer eine Hand frei, mit der er den Polostick schlagen kann. Die Segways, auch „e-Ponies“ genannt, werden bis zu 20 km/h schnell und halten circa 40 Kilometer, bis ihre Batterie wieder aufgeladen werden muss.

Von den USA ausgehend gründeten sich auch in anderen Ländern Segwaypolo-Mannschaften, unter anderem in Frankreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Neuseeland und der Schweiz. 2010 fand in Hemer in Nordrhein-Westfalen die erste Segwaypolo-Europameisterschaft statt. Seit 2006 wird Segwaypolo auch in Deutschland gespielt, der SegwayPolo Deutschland e.V. mit Sitz in Lohmar (in der Nähe von Köln) fördert und koordiniert den Sport hierzulande. Fünf Teams gibt es bis dato, vorwiegend im Süden der Republik. Jetzt soll Segwaypolo auch in Norddeutschland und Hamburg Fuß fassen. Edgar Schmidt von der Hook on Green GmbH aus Lübeck, die Ostseetouren auf dem Segway anbietet: „Die erste Segwaypolo-Mannschaft in Norddeutschland/Hamburg ist gerade in der Gründungsphase. Dafür suchen wir noch Mitglieder und Interessierte und freuen uns über jeden, der Lust hat mitzumachen. Segwayfahren ist kinderleicht und für jeden erlernbar. Und wir suchen händeringend nach einer geeigneten Location in Hamburg! Langfristiges Ziel ist die Austragung des Hamburger Cups, aber dafür braucht man genügend Mannschaften.“

Zwar gibt es bereits nationale und internationale Turniere, doch Segwaypolo wird in Deutschland bis jetzt eher im Rahmen offizieller Poloturniere gespielt, als Begleitprogramm zwischen den Spielen. Edgar Schmidt, der mit seinen Mitstreitern im vergangenen Jahr beim Polopicknick in Münster zusammenkam: „Bis jetzt ist Segwaypolo noch eine Randsportart. Unser Ziel ist es, den Sport bekannter zu machen. Dafür sind wir weiterhin auf der Suche nach Turnieren, die bereit sind, Segwaypolo als Rahmenprogramm anzunehmen.“

Interessierte können sich bei Edgar Schmidt unter edgar.schmidt@hookongreen.com melden. Der Sendetermin für den Beitrag über Segwaypolo in Norddeutschland im NDR in der Sendung „DAS!“ wird noch bekanntgegeben.



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