Anlässlich der weltweit ersten umfassenden Retrospektive des Fotografen Saul Leiter in den Deichtorhallen in Hamburg zeigt die Flo Peters Gallery First Floor ab dem 2. Februar 2012 eine Auswahl von Arbeiten des Amerikaners, der als Wegbereiter und früher Vertreter nicht nur der sog. Street Photography, sondern auch der Farbfotografie gelten kann.

Geboren 1923 in Pittsburg, Pennsylvania, zieht Leiter 1946 nach New York City, um Maler zu werden. Früh kommt er nach seiner Ankunft in New York mit der Fotografie in Kontakt, besucht Ausstellungen wie die große Cartier-Bresson-Retrospektive im Museum of Modern Art und macht die Bekanntschaft mit W. Eugene Smith, der ihn gemeinsam mit dem Maler Richard Pousette-Dart zur Fotografie bringt.

In seinen frühen Arbeiten widmet sich Leiter – zunächst noch in Schwarz-Weiß – vor allem den Straßenszenen New Yorks sowie dem Porträt. Eine erste Würdigung erfährt sein Schaffen in der von Steichen konzipierten Schau „Always a Stranger“ im New Yorker MoMA, wo 1953 Arbeiten von ihm zu sehen sind. Mitte des Jahrzehnts, Leiter fotografiert bereits in Farbe, eröffnet er in Manhattan ein Studio für Porträt-, Mode- und Werbefotografie, das er bis 1981 führt. Bis dahin macht die Modefotografie einen Großteil seines Schaffens aus. Er arbeitet für den Esquire und bald schon für Harper’s Bazaar, wo er sich durch seinen malerischen Stil deutlich vom vorherrschenden fotografischen Stil eines Richard Avedon abhebt.

In der Flo Peters Gallery werden bis 17. März 2012 rund 20 seiner frühen Straßenszenen zu sehen sein.


www.flopetersgallery.com