Bei strahlendem Sonnenschein fanden am vergangenen Wochenende auf Schloss Wallerstein packende und emotional geladene Polospiele um den Princess Delia Cup statt. Die Gastgeber, Prinz und Prinzessin zu Oettingen-Wallerstein hatten dieses Wochenende nach Wallerstein eingeladen, um die Trophäe zu Ehren der verstorbenen Fürstin Delia zu Oettingen-Wallerstein zu spielen.

Am Ende setzte sich das Team Franken mit Reinhold Hofmann (0), Yoanna Otto (-1), Bernhard Schurzmann (0) und Nacho Garrahan (+4), der mit spektakulären Toren brillierte, ganz knapp durch Tordifferenz durch. Zweiter Sieger wurde das Team Wallerstein mit den Gastgebern, sowie Tom Small (+1) und Ed Olof (+3), der in harten Zweikämpfen sein Team auf starken Tomlinson-Pferden geschickt anführte. Der dritte Platz ging an das Team Bad Boys aus Bad Bentheim, angeführt vom Mathieu van Delden (0). Die Teams waren extrem ausgeglichen und so wurde der Sieger nach Punkten und Tordifferenz erst in letzter Sekunde entschieden. Bis dahin hatten drei Mannschaften die Möglichkeit den Sieg zu erringen und kämpften entsprechend energisch um jedes Tor.

Abends fand für alle Spieler, Grooms und Gäste ein prachtvoller Asado-Abend im fürstlichen Schlosspark statt. In der Orangerie wurde zunächst am Feuer mit einem Wallersteiner Bier unter freiem Himmel sitzend, angeregt über Spiele, die Pferde und Team-Strukturen diskutiert und bis tief in die milde Nacht der Sternenhimmel genossen.

Eines der spannendsten Partien am Finalsonntag war das Spiel zwischen den Bad Boys und Wallerstein. Ein offenes schnelles sowie sehr emotional geladenes Spiel, in dem die Führung mehrmals wechselte, doch am Schluss konnte sich die Mannschaft aus Wallerstein kurz vor der Glocke mit einem halben Tor gegen die Gäste aus Bad Bentheim durchsetzen. Doch die Freude der Wallersteiner hielt nur kurz, denn durch die vielen Tore von Yoanna Otto für das Team Franken im vorhergehenden Spiel fehlte ein Tor für die bessere Tordifferenz, die den Sieg bedeutet hätte.

„Es war ein wirklich faszinierendes Spiel für die begeisterten Zuschauer“, so Gastgeberin Prinzessin Anna zu Oettingen-Wallerstein, „Das Spiel gegen die Bad Boys, die das erste Mal in Wallerstein waren, hat viel Spaß gemacht. Es war schnell, offen und sehr hart, aber solche Spiele treiben einen oft zu Höchstleistungen. Natürlich macht es besonderen Spaß, wenn man eine solche Partie dann am Schluss für sich entscheiden kann“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu.

Erbprinz Carl-Eugen hat das Turnier im Andenken an seine 2012 verstorbene Großmutter, Fürstin Delia, geborene Gräfin von Stauffenberg, ins Leben gerufen und dafür eigens eine Bronze-Statue mit dem Abbild einer jungen Reiterin und einem Pferd gestiftet, die er sichtlich gerührt den Siegern überreichte. „Meine Großmutter war Zeit ihres Lebens eine durch und durch passionierte Pferdefrau“, erzählt Prinz Carl-Eugen. „In jungen Jahren ist sie alle Disziplinen – außer Polo – geritten und war dann später mit meinem Großvater passioniert über Jahrzehnte im Pferderennsport engagiert.“ So hat sie mit über 90 Jahren noch täglich Zuchtbücher studiert und Pferderennen im Pay-TV verfolgt, sowie weiterhin gezüchtet.“ Zudem war die Fürstin auch als Schirmherrin – zusammen mit Reitsportlegende Hans-Günter Winkler – über Jahrzehnte treibende Kraft des renommierten Scharlachrennens – CSI *** Nördlingen. So gingen in Wallerstein über Jahrzehnte internationale Spitzenreiter und Züchter als Gäste ein und aus.

Als Prinzessin Anna und Prinz Carl-Eugen Polo nach Wallerstein brachten, war die Fürstin überglücklich, dass sie im Schlosspark wieder Pferde um sich hatte. „Sie sagte mir leicht gerührt, dass sie nie gedacht hätte, mich, der davor gar nicht reiten konnte, in ihrem Leben je auf einem Pferd zu erleben“, erzählt Prinz Carl-Eugen. „Sie fügte aber stets voller Überzeugung an, dass sie aber mit unseren kleinen Füchsen ästhetisch einfach gar nichts anfangen könne. Die Poloponies entsprachen einfach gar nicht ihrem Schönheitsideal“, erinnert sich der Gastgeber schmunzelnd.

Als MVP wurde Yoanna Otto von der Kommentatorin Jan Kiesel nominiert.
Als Best Playing Pony wurde die Stute „Reina Maria“ von Bernd Schurzmann gewählt, gespielt von Nacho Garrahan.



Die Platzierungen:
1. Team Franken (+3)

Yoanna Otto (-1)
Bernhard Schurzmann (0)
Nacho Garrahan (+4)
Reinhold Hofmann (0)

2. Team Wallerstein (+3)
Abba Oettingen-Wallerstein (-1)
Carl-Eugen Oettingen-Wallerstein (0)
Ed Olof (+3)
Tom Small (+1)

3. Team Bad Boys (+4)
Niklas Steinle (-2)
Dr. Robert Heurmann (+1)
Mathieu van Delden (0)
Cristobal Durrieu (+4)

4. Team San Patricion (0)
Antonia Fichtner (-2)
Elya Duissemaliyeva (-1)
Christian Bornmann (-1)
Patricio Gaynor (+4)


Bildergalerie:


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