Bei den Argentine Open 2013 wurde das Publikum Zeuge einer großen Überraschung: Das Alegría Polo Team schlug das Favoritenteam Ellerstina im Halbfinale und konnte somit ins Finale der Argentine Open einziehen. Alle hatten ein Finalspiel zwischen Ellerstina und La Dolfina erwartet, aber Alegría bewies sein Können und behauptete sich gegen Ellerstina.

Gegründet im Jahr 2005 besteht das Alegría Polo Team momentan aus dem Amerikaner Polito Pieres (+9), den Argentiniern Hilario Ulloa (+9) und Lucas Monteverde (+9) sowie dem Kanadier Frederick Mannix (+9). Die Mannschaft kämpfte im Finale entschlossen bis zur letzten Sekunde und auch wenn La Dolfina am Ende die Triple Crown 2013 gewann, hatte sich das Alegría Polo Team mit seinen Bemühungen den Respekt der Zuschauer verdient.

POLO+10 hat Clemente Zavaltea, den Teammanager und Trainer vom Alegría Polo Team, in Buenos Aires getroffen. Zavaleta blickt auf eine lange Karriere im Polosport zurück und begleitet das Alegría Polo Team seit acht Jahren. Im Interview mit POLO+10 gibt er Einblicke hinter die Kulissen seiner Starmannschaft.


POLO+10: Was bedeutet es dem Team und den Menschen, die mit dem Team arbeiten, das Finale der Argentine Open erreicht zu haben?
Clemente Zavaleta: Dieses Ereignis hat eine ganz besondere Bedeutung für uns: es ist die Belohnung für Jahre harter Arbeit von vielen Menschen, die in diesen Jahren und besonders in der letzten Saison zusammen gearbeitet haben. Von den Menschen, die unsere Spielfelder pflegen hin zu den Tierärzten, den Grooms, den Verantwortlichen in den Büros, den Helfern und mir als Coach, sowie natürlich der großartigen Mannschaft: wir haben Seite an Seite gearbeitet und können jetzt die guten Resultate genießen.

POLO+10: Können Sie uns eine kurze Beschreibung der Spieler des Alegría Polo Teams geben?
Zavaleta: Polito Pieres steht für Talent in seiner reinsten Form, er ist ein großartiger Mensch und es ist offensichtlich, dass er eine strahlende Zukunft vor sich hat. Hilario ist der Motor des Teams, er verfügt über viel Stärke und Talent. Bezüglich Lucas Monteverde gibt es nicht viel, das nicht bereits gesagt wurde. Als mehrfacher Sieger bei den Open ist sein Talent offensichtlich und ich möchte seine Erfahrung und sein großes Herz hervorheben. Freddy (Mannix) ist ein unermüdlicher, sehr disziplinierter Arbeiter, der auf seine Leistungen stolz ist und eine große Karriere vor sich hat. Alegría ist ein junges Team, das darauf brennt, seinen Fußabdruck in der Geschichte des Polosports zu hinterlassen.

POLO+10: Was waren die Meilensteine Ihrer Karriere als Spieler und Polomanager?
Zavaleta: Als Spieler habe ich im Laufe meiner Karriere viele wichtige Stationen erlebt. Besonders wichtig sind da der dreimalige Sieg der Copa de Diputados, ausgerichtet von der Asociación Argentina de Polo, und natürlich die Ehre, einige Mal bei den Argentine Open gespielt haben zu dürfen. Meine wichtigsten Meilensteine als Manager und Trainer sind der Beginn meiner Zusammenarbeit mit der Mannix Familie vor acht Jahren und heute als Trainer unser Team bis ins Finale der Open gebracht zu haben.

POLO+10: Was sind die Stärken und die Schwächen des Alegría Polo Teams?
Zavaleta: Zu unseren zentralen Stärken zählt, dass wir unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ spielen. Die positive und herzliche Einstellung unter den Spielern und allen, die mit uns arbeiten ist für einen Teamsport wie Polo elementar. Eine unserer Schwächen ist, dass wir ein neues Team in unserem ersten gemeinsamen Jahr sind, weshalb wir noch nicht so viel Routine haben, aber wir verbessern uns stetig.

POLO+10: Was sagen Sie bezüglich des Finales der Argentine Open?
Zavaleta: Dass wir diese Stufe erreicht haben, ist wirklich überwältigend. Es ist der Traum eines jeden Polospielers, unser Wimbledon, Augusta Masters, Super Bowl… welcher Polospieler oder Trainer träumt nicht davon, das Finale der Argentine Open zu erreichen? In Bezug auf das Spiel selbst kann ich nur sagen, dass es phantastisch war, Polo auf höchstem Niveau. Die Mannschaft hat auf diese Art und Weise fast das gesamte Spiel hindurch gegen das Dreamteam La Dolfina gekämpft.

POLO+10: Was ist Ihre Meinung zu der Entwicklung des Polosports in Argentinien in den letzten zehn Jahren?
Zavaleta: Ich glaube, dass ein großer Fortschritt bezüglich der Professionalität der Spieler und der Pferde stattgefunden hat. Für beide wurde das Training intensiviert und die Teams haben großartige Leute, die mit ihnen und hinter den Kulissen arbeiten. Diese sind in hohem Maße mitverantwortlich für den Fortschritt und die Entwicklung im Polosport, die weiter andauern werden.

POLO+10: Was bedeutet es in Argentinien, zu den besten Teams der Welt zu gehören, oder anders gefragt: wie groß ist der Ruhm eines Finalisten der Argentine Open?
Zavaleta: Für uns ist das alles noch sehr neu, deshalb sind wir noch dabei, uns daran zu gewöhnen und zurechtzufinden. Aber um es kurz zu fassen, als Finalist eines der zwei besten Poloteams der Welt zu sein bedeutet die höchste Stufe des Ruhmes im Polosport erreicht zu haben. Wir haben einen langen und glücklichen Weg vor uns.


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