Interview: María Paula Fernández

Während der Argentine Open in Palermo in Argentinien hatte María Paula Fernández von POLO+10 die Gelegenheit, den englischen Polospieler Richard Le Poer Beresford (+5) zu interviewen, der zugleich auch einer der internationalen Markenbotschafter von La Martina ist. Seit sechs Jahren spielt Richard Polo und ist inzwischen ein aufsteigender Stern am Polohimmel. Geboren wurde er im Jahr 1987 und er hat definitiv Polo im Blut: die Beresford Familie ist eine der ältesten Polodynastien der Welt.


POLO+10: Bitte erzählen Sie uns, wie es dazu kam, dass Sie Markenbotschafter für La Martina wurden.
Richard Le Poer Beresford: Das ist erst kürzlich passiert, vor circa drei Wochen. Einer meiner Freunde, Malcolm Borwick (+6), ist seit neun Jahren Botschafter für das Label. Und da La Martina eine Filiale in Großbritannien eröffnet, suchten sie nach weiteren Botschaftern und glücklicherweise wählten sie mich.

POLO+10: Haben Sie das Gefühl, dass die Marke Sie repräsentiert?
Le Poer: Als Polospieler ist man immer auf der Suche nach Sponsoren. Und ich fühle mich sehr privilegiert, dass La Martina mich sponsert. Die Marke sowie das, wofür sie steht und ich haben viel miteinander gemein und ich glaube, dass es eine großartige Verbindung wird.

POLO+10: Jeder kennt die High Tech-Poloausrüstung von La Martina, was halten Sie als Polospieler von ihr?
Le Poer: Als Polospieler verbringe ich fast meine ganze Zeit auf dem Rücken eines Pferdes. Ich spiele um die sechs von sieben Tagen die Woche Polo. Damit bringe ich mich oft in Gefahr und wenn ich einen Unfall habe, kann ich mich schwer verletzten. Jede Art von Schutz, die man bekommen kann, ist hilfreich und La Martina bietet die besten Produkte an, die es gibt. Ihre Produkte sind technisch gesehen die besten und sie sind außerdem sehr bequem.

POLO+10: Für welchen Polo Club spielen Sie momentan? Wir würden gerne mehr über Ihre Polokarriere erfahren.
Le Poer: Ich habe ein Handicap von +5 und bin Mitglied des Cowdray Park Polo Clubs, in dem auch die British Open stattfinden. Meine Pferde stehen in Ascot und ich reise meist durch das ganze Land und nehme in verschiedenen Clubs an vielen unterschiedlichen Turnieren teil. Im British Pony Club habe ich im Alter von neun Jahren mit dem Polospielen begonnen. Ich habe jeden Sommer gespielt, während ich zur Schule gegangen und sie beendet habe. Ich habe in einem sehr jungen Alter angefangen zu reiten, ich konnte praktisch reiten, bevor ich laufen konnte! Als ich dann 18 Jahre alt war, habe ich die Schule verlassen und seitdem spiele ich Polo.

POLO+10: Ein Polospieler braucht ja viel Übung im Sattel, aber gibt es noch andere Trainingsübungen, die man machen kann, um besser zu werden?
Le Poer: Ich habe eine persönliche Trainerin, mit der ich zwei bis dreimal die Woche arbeite. Da ich viel trainiere, kann ich nicht viel anderes machen. Wir trainieren hauptsächlich meine Beweglichkeit, machen Core-Training und nach den meisten Spielen mache ich Stretch-Übungen und lasse mich massieren. Auf seinen Körper zu achten ist äußerst wichtig.

POLO+10: Welche Beziehung haben Sie zu Ihren Pferden?
Le Poer: Polospieler haben eine sehr persönliche Beziehung zu ihren Pferden, sie sind wie unsere Babys. Unsere Freundinnen und Ehefrauen…kommen leider manchmal an zweiter Stelle! Meine Pferde sind mein ganzes Leben, sie sind der Hauptgrund, weshalb ich das hier mache. Es macht mich glücklich, in der Nähe von Pferden zu sein. Ich kann nicht ohne sie leben.

POLO+10: Haben Sie eine besondere Bindung zu einem Ihrer Pferde? Ist die Verbindung zu jedem Ihrer Pferde anders?
Le Poer: Ja. Es ist wie eine Beziehung, wie eine Ehe. Entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht. Ich habe ein paar Pferde, die ich nicht zu meinen Favoriten zähle und dann habe ich eins, das wirklich etwas Besonderes ist. Mit einigen Pferden komme ich nicht so gut aus, aber wenn man mit ihnen arbeitet, wird es mit der Zeit besser. Man kann aber auf jeden Fall sagen, dass man mit manchen Pferden einfach gut zusammenpasst.

POLO+10: Sie sind 26 Jahre alt, haben als noch viel vor sich. Erzählen Sie uns von Ihren Zukunftsplänen.
Le Poer: Mein Ziel ist es, solange professionell Polo zu spielen wie möglich. Ich arbeite außerdem viel mit Pferden und trainiere sie. Für das kommende Jahr habe ich viel geplant und bin bereits jetzt sehr darauf gespannt. Ich werde in England in der Kategorie Medium Goal mit sehr guten Teams spielen. Leider habe ich noch nicht die Kategorie High Goal erreicht. Ich versuche mich aber zu verbessern und dort hin zu kommen. Mich erwartet eine sehr arbeitsreiche Saison. Während des Sommers möchte ich in England bleiben. Im Winter reise ich viel, zum Beispiel nach China und Barbados. Da die englische Saison Ende April beginnt, muss ich zu dem Zeitpunkt zurück und gut vorbereitet sein.

POLO+10: Was denken Sie über die Zunahme der weltweiten Verbreitung von Polo? Inzwischen finden auch in Dubai und China und sogar in Kasachstan und Aserbaidschan Turniere statt!
Le Poer: Polo ist immer noch am Wachsen, was fantastisch ist. Es ist ein Sport, der sehr schnell süchtig macht und aus der Sicht eines Polospielers ist das Reisen und das Polospielen ein großes Privileg. Ich habe immer ein großartiges Zitat von Winston Churchill im Kopf: „Polo ist eine Eintrittskarte zur Welt.“ Ich glaube, dass es sehr wahr ist, was er sagt. Ich halte das Wachstum von Polo für fantastisch und wir sollten das auf jeden Fall unterstützen. Je mehr wir das Polospielen Leuten mit unterschiedlichem Hintergrund zugänglich machen, desto besser. Pferde sind außergewöhnliche Tiere und sie können dein Leben erstaunlich verbessern. Wenn man also Polo zugänglicher macht, kommen die Menschen auch den Pferden näher.


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