Malcolm Borwick (+6) ist nicht nur einer der besten Polospieler Großbritanniens, sondern auch Botschafter von Royal Salute. Er hat acht Mal für die englische Nationalmannschaft gespielt und ist mit dem englischen Königshaus eng befreundet. Zusätzlich zum Polo spielen betreibt er eine Beratungsfirma für Polo. POLO+10 hat Malcolm Borwick bei den Argentine Open getroffen und ihm einige Fragen gestellt.

POLO+10: Wie hast Du angefangen Polo zu spielen?
Malcolm Borwick: So wie viele Engländer habe auch ich im Pony Club in England mit dem Poplosport begonnen. Ich hatte bereits viele Sportarten ausprobiert und Polo war eine Kombination aus diesen. Mit einer zusätzlichen Sache, die ich besonders liebe: Pferde.

POLO+10: Was ist das besondere am Polo, das es von anderen Sportarten unterscheidet?
Borwick: Wie gesagt, es ist einer Kombination vieler Sportarten. Man hat Mitspieler, ein Team, die Pferde und es eine der schwierigsten Sportarten. So etwas wie das perfekte Spiel gibt es nicht. Da ist immer etwas, das man verbessern kann, sei es das Pferd oder die Aufstellung des Teams.

POLO+10: Wie war Deine Polosaison 2014?
Borwick: 2014 war eine erfolgreiche Saison, die viel Spaß gemacht hat. Nach einer Pause gibt es jetzt wieder verstärkt Medium Goal-Turniere in England. Dann waren wir mit einem Royal Salute-Team in Sotogrande beim Land Rover International Polo Tournament und das war eine interessante Herausforderung: wir haben ein Team zusammengestellt, das nur aus Botschaftern von Royal Salute bestand. In Sotogrande gab es einen starken Wettbewerb zwischen den Teams, die besten Spieler waren da, aber es war eine großartige Erfahrung.

POLO+10: Was war 2014 Dein Lieblingsturnier?
Borwick: Das war ohne Zweifel das Turnier in Korea, an dem wir mit Royal Salute teilgenommen haben, das war eine komplett neue Erfahrung. Ein weit entfernt liegender Polo Club, für den nur Mitglieder spielen, keine Profis. Jamie Lee hat den Polo Club mit seinen Geschäftspartnern gegründet und gemeinsam arbeiten sie daran, ein gutes Niveau beim Polo spielen zu erreichen. Außerdem wurden wir sehr herzlich willkommen geheißen!

POLO+10: Wie hat Deine Zusammenarbeit mit Royal Salute begonnen? Aus welchem Grund, denkst Du, haben sie Dich ausgewählt?
Borwick: Das hat sich mit der Zeit so entwickelt. 2007 habe ich bei der Eröffnung des Nine Dragons Hill Polo Club in Shanghai gespielt und dabei die Marke Royal Salute vertreten. Nach einem Monat baten sie mich darum, ihnen bei der Beurteilung von Turnieren und Clubs zu helfen und nach der Hochzeit von William und Kate riefen sie mich an und fragten, ob ich als Sprecher der Marke durch die USA reisen würde. Sie waren mit meiner Arbeit zufrieden und schlugen mir dann vor Botschafter für die Marke zu werden.

POLO+10: Wofür steht für Dich die Marke Royal Salute und was sind Deine Gründe, die Marke als Botschafter zu vertreten?
Borwick: Royal Salute ist die Marke, die im Polosport am aktivsten ist und das auf sehr direkte Art und Weise. Ich sehe häufig, wie Marken versuchen in der Polowelt Fuß zu fassen, um daraus einen Vorteil für sich zu ziehen. Royal Salute unterstützt den Polosport indem es Teams sponsert, Turniere an abgelegenen Orten organisiert und vieles mehr. Außerdem ist es häufig schwer, eine Verbindung zwischen Marken und Polo herzustellen. Royal Salute ist eine Marke, die man mit Kultur, Tradition, Luxus und Geschichte verbindet und dasselbe gilt auch für den Polosport. Im Kern sind sich Royal Salute und Polo sehr ähnlich.

POLO+10: Was sind Deine Pläne für Deine Zeit in Argentinien? Und für die Saison 2015?
Borwick: Dieses Jahr war ich in Argentinien viel mit Organisation beschäftigt. Ich hatte nicht viel Zeit hier und habe es nicht geschafft, beim Cámara de Diputados Turnier mitzuspielen. Mein Ziel für 2015 ist, bei diesem Turnier mitzuspielen und wenn alles gut läuft, möchte ich in zwei Jahren bei den Qualifikationsspielen für die Argentine Open antreten. Für Argentinien müssen wir ein starkes Team zusammenstellen und gut vorbereiten, damit es in der Lage ist, gegen die anderen High Goal-Teams zu bestehen. Man muss sich immer hohe Ziele stecken. Außerdem möchte ich auch weiterhin mit Royal Salute zusammenarbeiten. Ich glaube, wenn man drei, vier Jahre mit einer Marke zusammengearbeitet hat, kann man das Ergebnis und den Erfolg davon gut einschätzen. Die Leute, die im Polosport aktiv sind, kennen die Marke bereits und jetzt müssen wir sie überall auf der Welt noch bekannter machen.

POLO+10: Dein größtes Ziel ist es also, Dich für die Argentine Open zu qualifizieren?
Borwick: Das wäre ein Traum, aber davon bin ich noch weit entfernt. Als Außenstehender und ohne eine ansässige Polofamilie ist es schwieriger, hier alles gut zu organisieren. Wenn ich Pferde zum spielen nach England exportiere, muss ich noch mal ganz von vorne beginnen. Es gab mal eine Zeit, da haben die Tomlinsons, James Beim und ich überlegt, bei den Qualifikationsspielen für die Argentine Open anzutreten, aber es war nicht möglich. Hier muss man gegen fest etablierte Organisationen und großartige Spieler antreten. Ich habe das Ziel immer vor Augen, aber vor mir liegt noch ein langer Weg.

POLO+10: Was sind die Hauptunterschiede im Polo zwischen Argentinien und England?
Borwick: Es sind zwei unterschiedliche Arten des Polosports. In Europa wird der Polosport von den Patrons bestimmt.. Hier in Argentinien gibt es ein bisschen von allem: hier gibt es Patrons Polo, aber es wird auch Polo gespielt, das für alle offen ist. Dabei kann man super seine Fähigkeiten verbessern. Man muss beides machen, um ein richtiger Polospieler zu sein.


Malcolm Borwick Polo Player

Malcolm Borwick im Gespräch mit María Paula Fernandez von POLO+10. (© POLO+10)