Am 28. November verstarb in München 61-jährig der Fotograf und Pianist Rainer Vinzent.

1953 in Würzburg geboren, war er nach Schulabschluß zunächst viele Jahre als Geschäftsführer einer Jazzkneipe in seiner Heimatstadt tätig. Mit dem Umzug nach München durchlief er 1980 bis 1982 eine klassische Fotografen-Ausbildung und betrieb anschließend bis 1989 am Gärtnerplatz ein Fotostudio mit den Schwerpunkten Werbe- und Sach- sowie Repro- und Portraitfotografie. Viele Jahre war Rainer Vinzent in großem Umfang für die BMG Ariola tätig, fotografierte bei Livekonzerten, machte Fotos für Plattencover, Künstlerbiografien und Pressemappen, hatte hochinteressante Begegnungen mit Musikgrößen aus aller Welt.

Ab 1989 wandte Vinzent sich vermehrt der digitalen Technik zu, wickelte einige Scanprojekte ab und gründet 1993 mit einem Partner eine Beratungs- und Vertriebsfirma für Disk Arrays und Server. Im neuen Jahrtausend war Rainer Vinzent überwiegend als Fotograf tätig.

Ein fatales Geburtstagsgeschenk war seine erste Polostunde bei Carlito Velazquez am Chiemsee, um 1995 herum. Der bisherige Freizeitreiter war so begeistert, dass er „nie wieder auf ein anderes Pferd steigen“ wollte und fuhr, Sommer wie Winter, fast jedes Wochenende mit seiner Frau von München nach Ising. Konsequenterweise erschien er ab diesem Moment auch mit den Kameras auf den bayerischen Poloplätzen und „FOTO VINZENT“ war damals einer der ersten, die auch von Low Goal Turnieren Bilder angeboten haben.

Im Polosport entstanden intensive Freundschaften und da Rainer auch ein hervorragender Pianist war (bevorzugt Boogie und Swing) waren viele Feste und Feiern von seiner Musik geprägt. Ein absoluter Insidertipp in der Poloszene waren über viele Jahre hinweg die Musikabende zusammen mit Wolf Jage in verschiedenen Münchener Kneipen.

POLO+10 ist tief betroffen und wir sprechen der Familie, seinen Angehörigen und Freunden unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl aus.