Zehnmal wurde die Polo Europameisterschaft bisher ausgetragen. Wer sind die erfolgreichsten Nationen? In welchen Ländern fanden die Titelkämpfe statt? Alle Zahlen, Daten und Fakten zur EM.

1993 fand in St. Moritz die erste FIP Polo Europameisterschaft statt. Seitdem werden die europäischen Titelkämpfe alle zwei, drei Jahre ausgetragen. Insgesamt 15 Nationalitäten haben bisher teilgenommen: Belgien, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, die Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien und Ungarn (in alphabetischer Reihenfolge). Deutschland und Spanien sind die beiden einzigen Länder, die bei allen zehn bisherigen EMs dabei waren. England, Frankreich und Italien sind je neun Mal angetreten. Mit acht Teilnahmen gehören auch die Niederlande zu den EM-Routiniers. Andere – wie z.B. Finnland, die Slowakei und Ungarn, die bisher nur einmal dabei waren – haben nicht so viel EM-Erfahrung. Für Polen ist die diesjährige Meisterschaft in Berlin die erste in der Geschichte des polnischen Polosports.

Mit insgesamt sechs Titeln, einem zweiten sowie einem dritten Platz ist England die mit Abstand erfolgreichste EM-Nation. Auf Platz 2 folgt Frankreich mit zwei Siegen und zwei dritten Plätzen. Eine Gold- und zwei Silbermedaillen verhelfen Italien zu Platz drei. Etwas anders präsentiert sich das Ranking, wenn man auf das Verhältnis von EM-Teilnahmen und Anzahl der Erfolge (= Plätze 1 bis 3) schaut. England hat insgesamt neun Mal teilgenommen und acht Mal eine Platzierung unter den ersten Drei geschafft – das macht eine Erfolgsquote von 88,9 %. Absolute Spitzenklasse. Auch Irland konnte bei den meisten seiner EMs punkten. Bei fünf Teilnahmen drei Mal auf dem Siegertreppchen gelandet ergibt eine Erfolgsquote von 60 % und damit Platz 2 für die Nationalmannschaft von der grünen Insel. Frankreich konnte sich in neun EMs vier Platzierungen auf den vordersten Plätzen erkämpfen – für die Erfolgsquote von 44,4 % gibt es Rang 3.

Veranstalter der Polo Europameisterschaft ist der Weltpoloverband Federation of International Polo (FIP). Gastgeber waren bisher die Schweiz (St. Moritz), Belgien (Antwerpen), zweimal Italien (Mailand und Rom), zweimal Frankreich (beide Male im Polo Club de Chantilly), die Niederlande (Vreeland), Deutschland (Hamburg), Österreich (Ebreichsdorf) und Spanien (Sotogrande). Nach Italien und Frankreich ist Deutschland somit das dritte Land, das zum zweiten Mal eine Europameisterschaft ausrichtet.

Gestartet mit sechs Teams, hat sich die Teilnehmerzahl auf acht bis neun Mannschaften eingependelt. Mit zehn Teams war die Europameisterschaft 2010 im Poloclub Schloss Ebreichsdorf (Österreich) die größte aller Zeiten.

Statistiken Polo Europameisterschaften

Für eine größere Ansicht klicken Sie auf das Bild. (© POLO+10)

Turniermagazin XI FIP European Championship 2016 – Berlin Maifeld Polo Cup

Auch für dieses internationale Event hat POLO+10 das Turniermagazin produziert. Das Turniermagazin gibt nicht nur einen Überblick über alle Teams, Player und Spielzeiten, sondern enthält unter anderem alle EM-Statistiken, wirft einen Blick zurück auf die letztjährigen Chukker, berichtet über die besten Poloteams aller Zeiten, stellt die neuesten kulinarischen Hotspots der Hauptstadt vor und erklärt Poloneulingen alles Wissenswerte rund um den ältesten Mannschaftssport der Welt.

Das Turniermagazin zum Download (18,1 MB):
→ POLO+10 Turniermagazin XI FIP European Championship 2016 – Berlin Maifeld Polo Cup