Gäste aus der Mongolei kamen vom 24. bis 26. September zum Polo 4 Peace Turnier in den Berliner Polo Club. Camilla Hoffmann mit einem Bericht aus der Hauptstadt:

Mit internationaler Beteiligung und ohne Sieger und Verlierer ging ein Mongolisches Polofest beim Berliner Polo Club e. V. zu Ende. Christopher Giercke, Gründer des Ghengis Khan Polo & Riding Club folgte ohne zu Zögern der Einladung und brachte ein hochmotiviertes Poloteam für eine Woche nach Berlin. Die jungen Nomadenjungs (zwischen 13 und 29 Jahren) aus der mongolischen Hochebene – sozusagen auf dem Pferderücken geboren – hatten zwar keine Probleme, sich auf die größeren Poloponies einzustellen, scheiterten dann im Turnier aber doch an der Spielerfahrung der polnischen, schwedischen und deutschen Spieler.

Am Freitag – noch in strahlender Herbstsonne – spielten die Mongolen 10:4,5 gegen das Team Horne-Brück mit Niclas Johansson (-2), Jacob Czekaj (0), Pawel Olbrych (+1) und Lucas Laborde (+2).

Im zweiten Spiel des Tages trennte sich der Gastgeber Berliner Polo Club e.V. (Thomas Liebke (-2) / Camilla Hoffmann (-2), Inge Schwenger (-1) / Jürgen Pullem (-1), Helge Holst (0) mit Carlos Alberto Zalazar (+3)) mit 8:4,5 von den Havelsharks (Nina Schmidt (-2), Daniel Tümpel (0), Nico Wollenberg (+1) und Wolfgang Kailing (+1)).

Am Samstag war die hartnäckige Regenfront dann auch in Berlin angekommen und machte die Spielbedingungen grenzwertig. Vor den Augen des mongolischen Botschafters mussten sich die hartkämpfenden und immer positiven Mongolen schließlich mit 8:4,5 gegen den Berliner Polo Club e.V. geschlagen geben. Die Havelsharks unterlagen Horne-Brück mit 2,5 Toren.

Keinen Abbruch konnte das schlechte Wetter abends der Stimmung beim gemeinsamen Monglischen Feuerfest tun. In der ofenbeheizten Jurte wurde bis tief in die Nacht mongolischer Wodka getrunken, getanzt und in verschiedensten Sprachen gesungen.

Leider konnte am Sonntag wetterbedingt nicht mehr gespielt werden und so endete das Turnier mit zwei Gewinnern (Horne-Brück und BPC) und zwei Zweitplatzierten (Mongolei und Havelsharks) – aber die Platzierungen standen an diesem Wochenende sowieso im Hintergrund: Hier wurde auf dem Poloplatz eine Brücke geschlagen, zwischen Kulturen und fernen Kontinenten. Wichtig war dabei die einmal im wahrsten Sinne des Wortes gegebene Patronage der deutschen Spieler und des Berliner Polo Clubs, die für Pferde, Unterkunft und Rahmenprogramm des mongolischen Teams Sorge trugen. Im nächsten Jahr wird die Serie Polo 4 Peace beim Berliner Poloclub mit einem Team aus Hawaii fortgesetzt – und Gadasaa, Mamona, Uunee, Bataa, Uugaa, Ichtenger und D´Artagnan werden sicher in ein paar Jahren auf anderen Polotreppchen dieser Welt stehen.

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