In der aktuellen Ausgabe von POLO+10 erklärt Dr. Uwe Seebacher, Gründer von A Quechua und Präsident des Spieler- und Trainerverbandes PIPA, in einem Interview seine Poloaktivitäten und -visionen. Er stellt sich dabei als österreichischer Bundesreferent für Polo vor.
Das Interview mit Dr. Seebacher finden Sie hier.

Der Präsident der Austrian Polo Association, Baron Richard Drasche-Wartinberg, hat dazu Stellung genommen und uns einen Leserbrief geschrieben, den wir auf unserer Website veröffentlicht haben:
→ für den Leserbrief bitte hier klicken
(den kompletten Wortlaut finden Sie außerdem auch am Ende dieses Artikels)


Nun möchte sich auch der Österreichische Pferdesportverband (OEPS) dazu äußern und hat POLO+10 folgenden Brief zukommen lassen, den wir hier wiedergeben:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

zu dem Leserbrief des Herrn Baron Richard Drasche-Wartinberg in Ihrer Ausgabe POLO+10 Das Polo-Magazin bedarf es einer Klar- bzw. Richtigstellung:

Der Österreichische Pferdesportverband (OEPS) ist Mitglied der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) und des zuständigen Fachverbands in der österreichischen Bundessportorganisation. Der OEPS vertritt die Interessen aller österreichischen Pferdesportdisziplinen sowohl national als auch international.

Auf Anfrage von Herrn Baron Richard Drasche-Wartinberg hat ihm der Präsident der Campagnereitergesellschaft und des Wiener Pferdesportverbandes angeboten, mit seinen Freunden Mitglied der Campagnereitergesellschaft zu werden oder mit seinem Verein dem Pferdesportverband NÖ beizutreten, wozu es jedoch nie kam.

Da der Polosport mittlerweile auch in Österreich an Bedeutung gewinnt, wurde auch dieser Sportzweig in den OEPS integriert und hat der OEPS Herrn Dr. Uwe Seebacher zum Bundesreferenten für den Polosport bestellt.

Der OEPS hofft, dass er als der nationale Österreichische Pferdesportverband den Sachverhalt hiermit klarstellen konnte.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Dr. Günther Forenbacher
Schriftführer“


Zum Verständnis hier noch einmal der Leserbrief von Baron Richard Drasche-Wartinberg, auf den sich das Schreiben des Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) bezieht:

„Als Präsident der Österreichischen Polo Association habe ich mit einiger Überraschung den erwähnten Artikel mit der Bezeichnung von Dr. Seebacher als „österreichischen Bundesreferenten“ für Polo gelesen.

Es erscheint mir notwendig darauf hinzuweisen, dass unser seit Jahrzehnten tätiger Österreichischer Poloverband Mitglied der Federation of International Polo ist. Im Übrigen weise ich Sie darauf hin, dass bereits eine Vielzahl an Kontakten zwischen Ihnen persönlich und Redakteuren von POLO+10 mit uns in der Vergangenheit existierten und sie manch fundierten Artikel über diverseste Poloaktivitäten, insbesondere des Poloclub Schloss Ebreichsdorf veröffentlicht haben.

Aufgrund Ihres Informationsstandes kann ich daher nicht nachvollziehen, warum Sie den oben erwähnten Artikel mit der angeführten Betitelung veröffentlicht haben. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf das höchste Lob, welches Ihnen FIP Präsident Dr. Richard Caleel zum 10. Geburtstag Ihres Magazins im Hinblick auf „outstanding global reporting“ aussprach. Diese Belobigung verpflichtet!
Ebenso zitiere ich Dr. Piero Dillier aus dem Interview der letzten Ausgabe mit dem Titel „Problemen stellen: „Wir werden immer nur einen Landesverband zulassen können und plädieren deshalb dafür, dass sich Kontrahenten einigen und in Zukunft kooperieren.“

Dazu folgende Anmerkung: Am Beginn der Tätigkeit von Herrn Dr. Seebacher mit A Quechua und PIPA habe ich Herrn Dr. Seebacher im Juni 2011 schriftlich zu einem Turnier in unserem Club in Ebreichsdorf eingeladen, um ihn kennenzulernen und eventuelle mögliche Formen der Zusammenarbeit zu besprechen. Dr. Seebacher stand zu einer solchen Kontaktaufnahme jedoch nicht zur Verfügung.

Ich weise daher deutlich darauf hin, dass alle unter A Quechua und PIPA stattfindenden Aktivitäten nicht mit der Austrian Polo Association akkordiert sind und sich diese auch davon distanziert.

Allerdings bin ich als Präsident der Association auch jetzt zu einer Kontaktaufnahme bereit, um die Aktivitäten von Herrn Dr. Seebacher eventuell doch noch – unter der Voraussetzung der Einhaltung der Verbandsstatuten – unter das Dach der Association zu stellen. Aufgrund meiner Erfahrung als Präsident der Central European Polo Association weiß ich, dass die oft sehr individuellen Initiativen in den diversen Mitgliedsländern nicht immer leicht zu synchronisieren sind, jedoch andererseits nur ein gemeinsames Auftreten, insbesondere in unseren kleinen Ländern mit kleinen Polo-Communities, eine enorme Verstärkung der Pololandschaften ergeben kann.

Es wäre schön, wenn diese Message in Ihrem Magazin publiziert werden könnte und somit der etwas verwirrende Eindruck, der aufgrund Ihres Artikels entstanden ist, korrigiert würde.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Drasche-Wartinberg
Präsident Austrian Polo Association“