Im November hatte Vicky Fenner (hdc -1) von POLO+10 die Gelegenheit, vier Wochen im La Tarde Polo Club (in der Nähe von Buenos Aires) zu trainieren – und ist hellauf begeistert. Vicky spielt bereits seit neun Jahren Polo und kennt Polokurse und Trainingsangebote auf der ganzen Welt. La Tarde hat sie sofort begeistert: Nicht nur wegen des einzigartigen Poloangebots, sondern auch wegen der herzlichen familiären Atmosphäre und des typisch argentinischen Lifestyles. Für die 21-Jährige steht jetzt schon fest: „Ich werde auf jeden Fall wiederkommen.“ POLO+10 hat sie von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in Argentinien erzählt.

Text: Vicky Fenner

„Ich kenne Helena Schoeller vom La Tarde Team sehr gut, da wir in München/Ammersee im gleichen Polo Club gespielt haben. Sie hat mir immer überschwänglich von diesem tollen Club in der Nähe von Buenos Aires erzählt und mich mit ihrer Begeisterung angesteckt. Auch das Poloprogramm „As much Polo as you can take“ hat mich absolut angesprochen. Jetzt, wo ich hier bin, kann ich nur sagen: Es ist sogar noch besser als ich es mir vorgestellt habe. Mein Spiel hat sich enorm verbessert und ich habe tolle neue Freunde gefunden. Es ist mein erster Besuch auf La Tarde, aber sicher nicht mein letzter. Ich werde 100-prozentig wiederkommen.

La Tarde zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man alles, was man lernt, sofort umsetzen kann. Die ganze Zeit über kümmern sich die drei Trainer persönlich um jeden Gast und geben ständig hilfreiche Tipps und Infos. Das hilft sehr, das eigene Spiel zu verbessern. Außerdem kann ich – wenn ich will – jederzeit trainieren. Wenn ich zu, Beispiel meinen Nearside üben will, habe ich durchgehend die Chance, mit einem der Pros zu trainieren. Das Tolle ist außerdem, dass jeder Gast individuell gefördert wird, am Nachmittag spielen dann aber alle gemeinsam. Alle lernen und verbessern sich zusammen.

Bevor ich nach La Tarde gekommen bin, musste ich ein Formular ausfüllen, wo ich mich persönlich analysieren musste: wie ich reite, seit wann ich spiele und wie gut. In der ersten Stick & Ball Session hat sich einer der Trainer zu 100 Prozent auf mich konzentriert und genau geschaut, wie ich Polo spiele. Danach hat er sich mit mir zusammengesetzt und mir seinen ersten Eindruck und seine Beobachtungen mitgeteilt. In den Nachmittags-Chukkern wurde ich nochmal unter die Lupe genommen. Danach gab es ein detailliertes Gespräch darüber, was meine Stärken sind, wie wir darauf aufbauen können und wie ich am besten an meinen Schwächen arbeiten kann. Ich bin jetzt seit drei Wochen hier und kann echt sagen, dass sich bis jetzt mein Polo um Welten verbessert hat.

Als ich hier angekommen bin, hat Juan Martin Sarli, Besitzer und Pro, mich vom Flughafen abgeholt. Das war wunderbar, da wir uns so auf der Fahrt zum Club schon kennenlernen konnten. Mein erster Eindruck von La Tarde war super. Die Familie war sofort da und hat einen willkommen geheißen. Alle waren super nett und haben mir erstmal eine Führung durch den Club gegeben. Die Landschaft und der Club sind wunderschön mit drei perfekten Polofeldern und so vielen Pferden wie man sich nur wünschen kann.

Die Atmosphäre hier ist sehr familiär. Die Sarli-Familie gibt einem das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein. Die Gastgeber sind immer zuvorkommend und man fühlt sich wie zuhause. Man bekommt außerdem einen guten Eindruck vom argentinischen Lebensstil. Abends wird zusammen im Clubhaus gegessen oder es gibt draußen Asado. Die Abende sind immer sehr schön und lustig. Manchmal gehen wir nach dem gemeinsamen Essen auch in die lokale Bar in Mercedes (dem nächsten Ort, der nur zehn Minuten mit dem Auto entfernt ist). Dort essen wir auch manchmal in einer traditionellen Pizzeria, in der man sehr viele Gauchos und Argentinier trifft.

Das Training im La Tarde Polo Club gefällt mir wirklich super. Ich habe in den vergangenen Wochen schon unglaublich viele Fortschritte gemacht. Die Trainer sind nicht nur sehr professionell, sondern auch richtig lustig und nett und immer für einen Spaß zu haben. Und sie helfen einem, das Beste aus sich herauszuholen. Ich kann jederzeit Fragen stellen und weiß, dass sie immer ein Auge auf mich haben. Die Kombination aus Einzeltraining beim morgendlichen Stick & Ball und gemeinsamen Chukkern am Nachmittag ist perfekt. Außerdem kann ich so viel Polo spielen, wie ich will – und das ist etwas, was nicht jeder Club anbietet. Der Slogan „As much Polo as you can take“ stimmt absolut! In der Früh spiele ich auf zwei Pferden bis zu zwei Stunden Stick & Ball. Wenn ich danach noch fit bin, kann ich mich aufs Holzpferd schwingen und weiter mit einem Trainer meinen Poloschlag verbessern. Aber meistens ist jeder Gast nach zwei Stunden Stick & Ball ziemlich müde. Am Nachmittag spielen wir vier bis sechs Chukker. Nach einem Polotag wie hier auf La Tarde fällt jeder am Abend sehr müde und glücklich ins Bett.

Während unseres Trainings werden wir mit Kameras, GoPros und Drohnen gefilmt. Nach den Chukkern setzen sich die Trainer mit uns zusammen und analysieren unser Spiel. Das macht nicht nur sehr viel Spaß, sondern hilft sehr dabei, sich zu verbessern. So sehe ich meinen Schlag und meine Haltung auf dem Pferd und lerne das Spiel besser zu lesen. Die Drohnenaufnahmen sind nicht nur super cool, sie geben einem auch einen perfekten Überblick über das Spielfeld. Jedes Wochenende spielen wir gemeinsam mit argentinischen Clubmitgliedern Turniere. Sie werden auf einem höheren Niveau gespielt als die Clubchukker – eine gute Gelegenheit, sich noch mehr zu verbessern. Außerdem hilft die Turnieratmosphäre aufgrund des größeren Drucks, das Spiel besser zu verstehen und sein eigenes Polo zu verfeinern. Die Turniere machen unglaublich viel Spaß und sind eine tolle Erfahrung.

Es ist Juan Martin Sarli sehr wichtig, dass jeder Gast sein Polo verbessert und sich im Sattel wohlfühlt. Juan und die anderen Pros nehmen sich daher viel Zeit, für jeden Gast das richtige Pferd auszuwählen. So passen Pferd und Reiter perfekt zusammen. Wenn man mit einem Pferd nicht klar kommt, wird das Pferd sofort getauscht. Sobald der Gast sein Polo verbessert hat, bekommt er andere Pferde. Dabei wird immer darauf geachtet, dass er mit seinem Pferd nicht überfordert ist. Ich reite momentan zwei Pferde, die ich absolut liebe und am liebsten mit nach Hause nehmen würde.

Es gibt auf La Tarde auch ein Zuchtprogramm für Poloponys. Das finde ich wahnsinnig spannend. Es ist super schön zu sehen, wie jede Woche neue tolle Polopferde zur Welt kommen. Es gibt viele Gäste, die sehr an diesem Programm interessiert sind. Alle Pferde, die diese Saison zur Welt kommen sind, wurden schon von Gästen gekauft. Ich selber habe gestern eine Stunde auf dem Feld mit den neuen Fohlen verbracht und tolle Fotos geschossen. Für mich als Pferde-Liebhaberin ist es jedes Mal etwas ganz besonderes zu sehen, wenn ein neues Fohlen geboren wird und auch, wie es dann später trainiert wird.

Neben dem Polotraining werden auch Ausflüge in die Umgebung angeboten. Erst diese Woche waren wir in Pilar, wo wir die Polofelder von Ellerstina besichtigt haben. Danach waren wir in einem der tollsten Läden für Polo Sticks, die ich je gesehen habe. Dort wurde uns gezeigt, wie ein Stick gebaut wird und welche unterschiedlichen Arten es gibt. Ich habe mir gleich drei Polo Sticks bestellt, die perfekt für mich sind. Am Wochenende ist ein Ausflug nach Buenos Aires mit Sightseeing und Abendessen in einem der stylischen Restaurants geplant.

Mein Aufenthalt hier auf La Tarde hat mich total begeistert und ich werde den Club allen meinen Freunden empfehlen. Man sollte unbedingt nach La Tarde kommen. Das große Poloangebot ist fantastisch und die Atmosphäre großartig. Ich habe wirklich das Gefühl, ein Teil der Familie zu sein. In meiner Zeit hier habe ich echte Freunde gewonnen. La Tarde ist eine unglaublicher Ort für alle, die eine Leidenschaft für den Polosport haben.“


So sieht ein typischer Tag auf La Tarde aus:
„Am Morgen gibt es ein herrliches Frühstück im Clubhaus. Dann haben wir eine zweistündige Stick & Ball Session mit drei professionellen Polospielern. Um 13.00 Uhr gibt es ein gemeinsames Mittagessen mit typisch argentinischem Essen. Danach relaxe ich meistens am Pool oder genieße die schöne argentinische Landschaft. So gegen 16.00 Uhr finden sich langsam alle wieder im Stall ein, wo bereits unsere Pferde gesattelt auf uns warten. Zu den Chukkern kommen oft argentinische Clubmitglieder, mit denen wir zusammen spielen. Wir spielen eigentlich immer vier bis sechs Chukker, die jedes Mal einen Heidenspaß machen. Ich habe Mal das Gefühl, das ich mich jeden Tag etwas verbessere. Danach wird meistens im Stall Mate getrunken. Anschließend folgt ein Sundowner auf der Terrasse vom Clubhaus, wo man einen fantastischen Blick auf den Sonnenuntergang genießen kann. Abends treffen sich alle an der Bar. Dann gibt es entweder draußen Asado oder Abendessen im Clubhaus. Nach dem Essen gehen wir entweder in die lokale Bar oder machen uns einen lustigen Abend im Clubhaus.

Ich wohne in einem von den zwölf Cottages. Mein Zimmer hat ungefähr 40 Quadratmeter, Wireless Internet, TV und ensuite Badezimmer. Ich relaxe super gern am Pool, wo ich ein Buch lese oder einfach in der Sonne entspanne. Bis jetzt habe ich das Gym noch nicht ausprobiert, da ich nach so viel Polo gar nicht mehr trainieren könnte. Aber viele der Gäste benutzen die Sauna, um ihre Muskeln zu entspannen oder bekommen nach einem langen Tag im Sattel Massagen.“


Galerie:




Über den La Tarde Polo Club
Der La Tarde Polo Club liegt eine Stunde von Buenos Aires und ein halbe Stunde von Pilar entfernt. Das Anwesen erstreckt sich über 180 Hektar und verfügt über 3 erstklassige Polofelder, 120 Polopferde, 60 Boxen und 2 Sticking Cages. Außerdem stehen den Gästen das luxuriöse Clubhaus, 12 private Ferienhäuser (private cottages), zwei Swimmingpools, Sauna, Fitnessstudio und Spa sowie eine Bar und eine Geschenkboutique zur Verfügung.

Die Familie Sarli stammt ursprünglich aus Buenos Aires, wo sie mehrere Supermärkte und Reisebüros betrieben hat. Schon damals züchtete Alfredo, leidenschaftlicher Pferde- und Polofan, Polopferde und suchte einen Platz, um sie besser trainieren zu können. Als er die ehemalige Rinderfarm mit Restaurant vor den Toren Buenos Aires fand, gründete er dort 1991 den La Tarde Polo Club. Vor zehn Jahren hat sein Sohn Juan Martin den Club zu einem Urlaubsdomizil ausgebaut – und war damit in der Region Buenos Aires einer der ersten, der Poloferien für Touristen angeboten hat.

Der Name La Tarde bedeutet übrigens Sonnenuntergang und Nachmittag. Der Club wurde so genannt, weil er den schönsten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Das Clubhaus wurde extra so gebaut, dass man dort abends sitzen und den wunderschönen Blick auf die Landschaft und den Sonnenuntergang von Argentinien genießen kann.

Weitere Informationen über den La Tarde Polo Club finden Sie unter www.latardepolo.com