Interview: María Paula Fernández von POLO+10

Bei den 120. Argentine Open hatte María Paula Fernández von POLO+10 die Gelegenheit, den Sprecher von Jaeger-LeCoultre, einer der Hauptsponsoren der Open, zu treffen: Eduardo MacLean, der für Argentinien zuständige Leiter der weltbekannten Uhrenmarke. Seit dem letzten Turnier ist Jaeger-LeCoultre die offizielle Uhr des wichtigsten Poloturniers der Welt.


POLO+10: POLO+10: Seit wann ist Jaeger-LeCoultre in den Polosport involviert?
Eduardo MacLean: Die gemeinsame Geschichte von Jaeger-LeCoultre und Polo begann vor 82 Jahren. Im Jahr 1931 entwickelte Jaeger-LeCoultre eine Uhr, die den Schlägen während eines Polospiels standhalten kann. Nach einem Polospiel in Indien trafen einige englischen Offiziere, die an dem Spiel teilgenommen hatten, César de Trey, einen engen Freund von Jean Jacques LeCoultre, der ebenfalls mit der Herstellung von Uhren zu tun hatte. Im Gespräch fragten diese Offiziere, ob es ein Uhr gebe, die die Belastungen durch das Spiel aushalten könne, da die Schläge während des Spiels immer die Uhrengläser beschädigen würden. De Trey ging mit dieser Idee zum Uhrenmacher René-Alfred Chauvot, der daraufhin eine Uhr entwickelte, deren Vorderseite durch einen Mechanismus, bei dem das Gehäuse gewendet werden kann, geschützt wurde: die Reverso Uhr. Die Fertigung dieses Modells geschah unter der Leitung der Jaeger-LeCoultre Werkstatt, die auf dem neuesten Stand der Technik war. Diese Idee war revolutionär und wurde nicht nur von Polospielern übernommen. Auch die Europäer trugen die Reverso und sahen sie als perfekte Verkörperung des Art déco, elegant und zur gleichen Zeit zweckmäßig.

POLO+10: In diesem Jahr sind die traditionellen Ergebnistafeln in Palermo von Jaeger-LeCoultre. Wie ist es dazu gekommen?
MacLean: Das ist das Ergebnis einer langen Suche aufseiten der Marke. Wir wollten da vor Ort sein, wo man Polo in seiner besten Form sehen kann. Dies ist nur der Anfang, aber wir freuen uns bereits auf viele weitere Jahre. Wir sind mit den Erfahrungen, die wir bei dem Turnier gemacht haben, sehr zufrieden. Nicht nur damit, die offizielle Uhr des Turniers zu sein, sondern auch mit unserem Stand, in dem wir Freunde empfangen, ebenso wie unsere Markenbotschafter: Eduardo Novillo Astrada, der nach den Spielen hierher kommt, um sich zu entspannen, Clare Milford Haven, die im Obergeschoss sitzt und auf das Finale wartet und Luke Tomlinson, der uns ebenfalls besucht hat.

POLO+10: Um auf die Markenbotschafter zurückzukommen: wer sind sie und warum hat Jaeger-LeCoultre sie ausgewählt?
MacLean: Unsere Botschafter sind, wie bereits erwähnt: Eduardo Novillo Astrada, Clare Milford Haven und Luke Tomlinson. Wir machen uns nicht extra auf die Suche nach unseren Botschaftern, und sie suchen auch nicht nach uns: es ist ein einvernehmliches Aufeinandertreffen von Leuten, die unsere Werte vertreten und unsere Uhren schätzen. Wir bewundern ihre Talente, die sie auf dem Spielfeld zeigen, genauso wie ihre Persönlichkeiten abseits des Platzes.

POLO+10: Wie würden Sie die Markenpositionierung von Jaeger-LeCoultre in Argentinien und in Lateinamerika beschreiben?
MacLean: Argentinien unterscheidet sich ein bisschen vom Rest Lateinamerikas, da hier viel mehr Einflüsse aus Europa vorhanden sind. Es gibt hier viele Menschen, die bereits eine Uhr von Jaeger-LeCoultre besitzen, manchmal von den Großeltern geerbt, denen die Marke schon aus Europa bekannt war und die dieses Wissen mit nach Argentinien brachten. In diesem Land finden wir viele Liebhaber von hochwertigen Uhren und von Jaeger-LeCoultre. Hinsichtlich des Restes von Lateinamerika haben wir auch einen guten Stand, trotz der Tatsache, dass der Geschmack der Leute hier etwas verschieden ist. In manchen Teilen von Lateinamerika werden größere Uhren geschätzt, wie zum Beispiel die Master Compressor oder die AMVOX-Serie. Andernorts werden traditionellere Uhren bevorzugt, wie die Ultra Thin-Uhren, die Master Control oder natürlich unserer Reverso.

POLO+10: Was sind Jaeger-LeCoultres Pläne für die Region in den kommenden Jahren?
MacLean: Die Region weiter zu erschließen, die Marke Jaeger-LeCoultre weiter bekannt zu machen, sowie hochwertige Uhrenherstellung. Und in Bezug auf Argentinien und Polo….Wachstum, Wachstum und Wachstum!

POLO+10: In welchen anderen Ländern neben Argentinien engagiert sich Jaeger-LeCoultre im Polo? Möchte Jaeger-LeCoultre auch in anderen Teilen der Welt noch weiter wachsen?
MacLean: In dieser Angelegenheit nimmt England eine Schlüsselrolle ein. Wir sind auch in den USA aktiv, aber es ist noch unsicher, ob wir unsere Arbeit in weitere Länder ausdehnen werden. Wir wissen, dass Argentinien und unser Stand hier der Knotenpunkt ist, von dem aus wir uns mit den anderen Polonationen vernetzen können. Außerdem sind wir mit Fagliano, dem berühmten Stiefelhersteller, eine Partnerschaft eingegangen sind. Fagliano stellt die Uhrenarmbänder für einige unserer Reverso-Uhren her: Uhren, die fürs Polospielen gemacht sind, mit Armbändern, die von den besten Stiefelmachern der Welt hergestellt wurden, mit dem Leder, das sie auch für ihre Stiefel verwenden. Eduardo Fagliano ist hier an unserem Stand anwesend, empfängt seine Kunden, die Patrons und die Polospieler und stellt nicht nur die Stiefel von Fagliano vor, sondern auch unsere Uhren.

POLO+10: Wie würden Sie das Wesen der Marke definieren?
MacLean: Wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es das Wort „Erfindung“. Jaeger-LeCoultre ist die erfindungsreichste Marke und seine neuesten Entwicklungen werden jedes Jahr im Salon International de la Haute Horlogerie (Internationale Ausstellung für Luxusuhren) in Genf vom Publikum und den anderen Marken mit Hochspannung erwartet.


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