Spannende Spielmomente trotz Weltuntergangsstimmung beim Finale der 15. German Polo Masters Sylt. Bereits vor Beginn des letzten Spiels zogen sich die Wolken über Keitum bedrohlich zusammen. Was dann geschah, hätte kein Besucher zu Beginn des Matches erahnen können: Im zweiten Chukker öffnete plötzlich der Himmel seine Schleusen und starker Regen prasselte auf die beiden Favoritenteams, Bombardier und König Pilsener, herab. Es dauerte nicht lange, bis der Boden vollkommen durchnässt war und sich der Rasen, auf dem noch vor einigen Minuten die Finalisten um den Sal. Oppenheim Cup gekämpft hatten, nun langsam in einen See verwandelte.

Die Sicherheit für Polospieler und Pferd jetzt noch zu garantieren, war unmöglich. Und so durften beide Teams mit einem Gleichstand von 1:1, den sie bis zur Unterbrechung im zweiten Chukker erkämpft hatten, den begehrten Titel entgegennehmen. Das Publikum, das während des Wolkenbruches in zwei VIP-Zelten – eines vom Hauptsponsor Sal. Oppenheim – Schutz suchte, ließ sich die Stimmung nicht vermiesen. Im Gegenteil: Mit steigender Zahl der Schutzsuchenden, unter ihnen Persönlichkeiten wie Dana Schweiger, stieg auch die Partystimmung. Tosender Applaus dann schließlich im Grillbereich des VIP-Zeltes, wo Küchenchef Leonhard Barder vom Hamburger Restaurant River Grill mit seinem Team eine wahre Meisterleistung vollbrachte: In nur wenigen Minuten hatten sie alle Grills beiseite geschafft, um dort, wo nur kurz vorher die schmackhaften Steaks brutzelten, Platz für die beiden Gewinnerteams zu machen. Hier nahmen nun Piero Dillier (0), Paul Netzsch (+1), Lucas Labat (+7) und Gastón Gonzales (+2) vom Team Bombardier und Christian Grimme (0), Lukas Sdrenka (+1), Gastón Maíquez (+6) und Octavio Olmedo (+3) vom Team König Pilsener gemeinsam die riesige Trophäe entgegen. Auch die Veranstalter zeigten sich, trotz der wetterlichen Eskapaden, frohen Mutes und beglückwünschten die beiden Siegerteams.

Nachdem sich die grauen Wolken verzogen hatten und erste Sonnenstrahlen den aufgeweichten Poloplatz trafen, stürzte sich das Gewinnerteam „Köpi“ in den „flachen See“, der zu Beginn des Finalspiels noch als Spielfeld erkennbar war. Ein Jubiläumsturnier, das ungewöhnlicher nicht hätte sein können! Am Ende erinnerten nur noch die beschmutzten Autos, die in Kolonnen die norddeutsche Insel verließen, an dieses besondere Finale bei den 15. German Polo Masters Sylt.

Kiki Schneider, Veranstalterin: „Der Platzregen zum Finale war natürlich unglücklich, aber insgesamt habe ich das diesjährige Turnier eher als sonnig empfunden. Wir hatten ganz viele schöne Tage mit tollen Eindrücken. Ein großer Dank geht an die Teamcaptains der sechs Teams für die enge, freundschaftliche Zusammenarbeit – gerade bei solchen Entscheidungen, wenn es um Bespielbarkeit des Platzes geht.“

Das hohe Spielniveau der Teams beeindruckte auch Wilhelm von Haller, Vorstandsvorsitzender des Titelsponsors Sal. Oppenheim: „Selten gab es bei den German Polo Masters Sylt derart eng umkämpfte Chukker und so viel Spannung auf dem Poloplatz. Dem konnte auch das Wetter am Finalsonntag nichts anhaben!“

Die Ergebnisse:
Samstag, 21. Juli 2012

Tom Tailor

:

Sal. Oppenheim

5

:

4

Mercedes-AMG

:

Bombardier

7

:

6

Lanson

:

König Pilsener

5

:

9,5


Sonntag, 22. Juli 2012

Tom Tailor

:

Lanson

6,5

:

7

Sal. Oppenheimer

:

Bombardier

3

:

4


Montag, 23. Juli 2012

König Pilsener

:

Mercedes-AMG

4

:

5


Dienstag, 24. Juli 2012

Sal. Oppenheim

:

König Pilsener

7

:

8

Tom Tailor

:

Bombardier

5

:

6


Mittwoch, 25. Juli 2012

Mercedes-AMG

:

Lanson

7,5

:

9


Freitag, 27. Juli 2012

Bombardier

:

Lanson

5,5

:

5

Sal. Oppenheim

:

Mercedes-AMG

6

:

5

König Pilsener

:

Tom Tailor

5

:

3


Samstag, 28. Juli 2012

Tom Tailor

:

Mercedes-AMG

5

:

3

Lanson

:

Sal. Oppenheim

3

:

3,5

Bombardier

:

König Pilsener

2

:

3


Sonntag, 29. Juli 2012

Sal. Oppenheim

:

Mercedes-AMG

6

:

5

Tom Tailor

:

Lanson

4,5

:

7

Bombardier

:

König Pilsener

1

:

1




Die Platzierungen:
1. König Pilsener (+10)
Christian Grimme (0)
Lukas Sdrenka (+1)
Gastón Maíquez (+6)
Octavio Olmedo (+3)

1. Bombardier (+10)
Piero Dillier (0)
Paul Netzsch (+1)
Lucas Labat (+7)
Gastón Gonzales (+2)

3. Lanson (+11)
Matthias Grau (0)
Thomas Winter (+5)
Adrian Laplacette (+5)
Victor Beckers (+1)

4. Tom Tailor (+10)
Uwe Schröder (0)
Patricio Gaynor (+4)
Eduardo Anca (+6)
Naomi Schröder (0)

5. Sal. Oppenheim (+10)
Moritz Gädeke (+3)
Sven Schneider (+3)
Tatu Romero Gomez (+4)
Jo Schneider (0)

6. Mercedes-AMG (+10)
Harald Link (0)
Christopher Winter (+3)
Andrew Hine (+5)
Oliver Winter (+2)


Bildergalerie:




www.polosylt.de