Mit „Gallops of Oman“ fand Ende Februar der erste Wettkampf im Distanzreiten im Sultanat Oman statt. Fünf Tage lang ging es 180 km quer durch die Wüste über sandige Dünen. Endpunkt des Wettkampfes waren die wunderschönen Strände der Region Ash Sharqiyah, die im Osten von Oman liegt. 22 Mannschaften mit je fünf Teilnehmern nahmen an dem anstrengenden Wettbewerb teil: Al Safinat und Al Adiyat, die beiden Teams aus Oman, dominierten das Rennen, die europäische Mannschaft Khasab bewies ihr Können, belegte aber nur den dritten Platz.

An erster Stelle stand bei diesem Wettkampf aber nicht der Sieg, sondern die Erfahrungen, die die Teams bei ihrem Ritt durch die Wüste machten. Denn die Wüste zu durchqueren war auch mit der logistischen Unterstützung durch die königliche Reitgarde des Sultanats kein einfaches Unterfangen. Der Transport der Zelte, der Verpflegung, des Wassers, der sanitären Einrichtungen und des Gepäcks gestaltete sich auf dem sandigen Untergrund als äußerst schwierig. Das gleichförmige Aussehen der Dünen sorgte zudem so manches Mal für den Verlust der Orientierung. Daneben hatten die Reiter mit zusätzlichen Schwierigkeiten zu kämpfen: Immer wieder rissen Pferde aus und mussten eingefangen werden. Auch der körperliche Zustand der Pferde wurde stets genauestens beobachtet, sobald sich Anzeichen von Erschöpfung zeigten, mussten die Pferde gewechselt werden.

Im Laufe des Wettbewerbs gab es aber auch viel Schönes zu entdecken. So führte die Strecke an zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten entlang, wie zum Beipsiel an der Festung von Nizwa. Hier residierten bis ins 20. Jahrhundert die Sultane des Oman. Weitere Highlights waren die mittelalterliche Stadt Adam im Nordosten von Oman, das Wadi Bani Khalid mit seinem türkisfarbenen Wasser, der Suq (Markt) von Matrah und die majestätische Moschee von Maskat, der Hauptstadt von Oman. Für das Jahr 2015 planen die Veranstalter Bady Kebir und Benoit Perrier, Manager des Polo Club de Chantilly, eine Wiederholung des Wettkampfes, bestätigt wurde dies bereits von seiner Exzellenz Nasser Bin Ahmed Al Kindi, seiner Exzellenz Abbas Abdulalleh Al Bahrani, dem General Abdulrazak El Shahwarzi und dem Tourismusminister Ahmed Bin Nasser Al Mahrizi.


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