Seit über drei Jahren bastelt sie bereits an der Idee, eine deutsche Jugendnationalmannschaft aufzubauen. Die Präsidentin des Berliner Polo Club e.V., Dr. Inge Schwenger, macht sich seit Jahren um die Nachwuchsförderung im deutschen Polosport verdient. Jetzt führt sie gemeinsam mit Christopher Kirsch auf dessen Gut Aspern in Schleswig-Holstein ein neues Jugendcamp durch, das sich nicht weniger als die Sichtung für eine Jugend-Polo-Nationalmannschaft zur Aufgabe gemacht hat. „Es geht uns darum, eigene Nachwuchstalente zu entdecken und zu fördern, den Sport zu unterstützen und in Zukunft mehr mit guten jungen Spielern zu bestücken.“

Das Jugendcamp wird in enger Kooperation mit dem Polo Club im englischen Beaufort und dessen Präsidentin, der Polo-Ikone Claire Tomlinson initiiert. Beaufort Cheftrainer Caspar West persönlich wird die Jugendlichen auf Gut Aspern per Videoanalyse und im Spiel beurteilen, Reitfähigkeit und Schlagtechnik auf den Prüfstand stellen. Ebenfalls trainiert werden strategische Formationen im Spiel und Umpiring, aber auch Wissen über Training und Pferdepflege müssen von den Jungspielern unter Beweis gestellt werden. „Wichtig ist uns gewesen, mit den Kollegen aus Beaufort eine objektive Instanz zu schaffen, die die Spieler auch objektiv und nicht nach Clubzugehörigkeit beurteilt.“

Durch den persönlichen Kontakt von Christopher Kirsch zur Familie Tomlinson hat das Jugendcamp eine internationale Note bekommen. Die Tomlinsons waren mit der britischen Rhine Army schon in den 60er Jahren in Deutschland stationiert und fühlen sich bis heute dem deutschen Polosport verpflichtet. Mehrere Deutsche haben schon bei den Tomlinsons in England ihren HPA-Trainerschein gemacht. Das höchste Degree in Deutschland haben Thomas Winter und Christopher Kirsch. Simon Tomlinson war vor Jahren bereits Trainer der deutschen A-Nationalmannschaft bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Christopher Kirsch: „Wunsch ist es, dass alle HPA-Trainer helfen, die deutsche Jugend Nationalmannschaft aufzubauen.“

Und was wäre der nächste Schritt, wenn vier Kernspieler und zwei Reserveplayer für eine neue Jugendnationalmannschaft zusammengestellt sind? Dr. Schwenger: „Mein Traum wäre, im Rahmen der High Goal Meisterschaft auf dem Berliner Maifeld ein Jugend-Länderspiel zwischen England und Deutschland zu inszenieren. Das englische Jugendteam spielt derzeit ein Teamhandicap von +11 – da müssen wir uns ganz schön lang machen. Unabdingbar dafür wäre aber, dass die teilnehmenden Patrons den Nachwuchsspielern Pferde zur Verfügung stellen.“

Warum die Premiere des Camps auf Gut Aspern bei Christopher Kirsch und nicht in Berlin stattfindet, hat mit der hervorragenden Qualität der Spielfelder auf Gut Aspern zu tun. „Da können wir in Berlin derzeit noch nicht mithalten, denkbar ist aber, dieses Jugendcamp in einigen Jahren auch in Berlin stattfinden zu lassen.“


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Teilnehmer des Jugendcamps, Stand 19. April 2011
Max und Sabrina Bosch, Laura Gissler, Robert Lindner, Helge Holst, Jasmin Bumanowski, Dominic Vockrodt.

Es gibt noch weitere Spieler, die für ein Jugend Nationalteam nominiert werden könnten, die aber aus Zeitgründen nicht an dem Jugendcamp teilnehmen können. Christopher Kirsch: „Insgesamt 15 junge Spieler kommen derzeit für die Auswahl in Frage. Glücklicherweise hat Deutschland einen guten Unterbau, was junge Spieler angeht. Seit Jahren leisten Thomas Winter und Inge Schwenger hier wichtige Aufbauarbeit.“

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