Nachdem der Niedersächsische Polo Club die Ausrichtung der Europameisterschaft Ende Juli abgesagt hatte und auch das deutsche Nationalteam aus Kostengründen seine Teilnahme an der nun im spanischen Sotogrande stattfindenden EM zurückgezogen hatte, rettet jetzt Christopher Kirsch (Bildmitte beim Sieg der Deutschen High Goal Meisterschaft 2011) die deutsche Präsenz im EM-Wettkampf.

„Ich habe die Zusage des Deutschen Polo Verbandes (DPV) erhalten, ein EM-Team zusammenstellen zu dürfen. Nachdem wir als Veranstalter abgesprungen sind, sollte wenigstens ein deutsches Team bei der Europameisterschaft anwesend sein und die Fahne hochhalten“, so Kirsch. Während das EM-Team um Peter Kienast seine Teilnahme zurückgenommen hatte, nachdem sich die Transportkosten für die Pferde auf weit über 30.000 Euro belaufen sollten, will Kirsch sein Team vor Ort beritten machen. „Ich habe viele Freunde und Kontakte in Spanien, sodass wir bereits sehr gut aufgestellt sind.“

Besonders gerne möchte Kirsch junge Nachwuchsspieler ins deutsche Team integrieren. Die aber haben mit Job und Uni viel zu tun: „Caspar Crasemann beginnt gerade sein Studium in London, Heinrich Dumrath seine Ausbildung und Max Bosch sitzt genau in der Zeit in wichtigen Klausuren seines Maschinenbau-Studiums. Alle können nicht gleich zu Beginn und in wichtigen Prüfungen durch Abwesenheit glänzen – dafür habe ich vollstes Verständnis. Ich bin bemüht, ein junges Team zu formen, aber auch die spielerische Erfahrung sollte der Mannschaft nicht fehlen“, so Kirsch. Team-Coach und Betreuer des deutschen Teams bei der EM in Sotogrande vom 6. bis 16. September wird der Australier Ruki Balieu (+7), der zu den besten Spielern seines Landes gehört. POLO+10 wird das deutsche Team während der Europameisterschaft mit einem EM-Tagebuch begleiten und live aus Spanien berichten.