Im Januar 1964 erblickte ein ebenso schlichter wie genialer Möbelentwurf das Licht der Fachwelt – mit niederschmetterndem Ergebnis. 2014 ist CONSETA einer DER Sofaklassiker weltweit.

Sie wurde zum Symbol für den Pioniergeist des Herstellers und die Weitsicht ihres Schöpfers. Doch als die Weltneuheit 1964 zum ersten Mal auf der Kölner Möbelmesse präsentiert wurde, erzielte sie ganze zwei Aufträge. Hatte der Westfale Friedrich Wilhelm Möller etwas falsch gemacht? Wohl kaum, nur war er mit der Idee eines ganzheitlichen Polstermöbelsystems, dessen Elemente sich vielfach kombinieren lassen, seiner Zeit weit voraus. Das „Chamäleon“ unter den Sofas, Sinnbild für seine Wandelbarkeit, beruht auf dem Baukastenprinzip. Consedere (lat. zusammensitzen oder -setzen) ist eine Regieanweisung zum Nutzen und Gestalten gleichermaßen. Einzelne Elemente wie Hocker, Sessel oder Eckteile lassen sich zu Zwei-, Drei- oder Mehrsitzern verbinden. Immer entsteht ein ganzes System, ästhetisch und funktional.

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte COR dieses Prinzip zum Bestseller. Selbst die mehr oder weniger gelungenen Plagiate belegen seinen Status als globalen Star unter den Sofas. Damit entstand eine der erfolgreichsten Symbiosen der jüngeren Möbelgeschichte. Im 50. Lebensjahr überrascht der Designklassiker mit neuen Attributen wie flachen Armlehnen und Zwischenelementen (Tischen oder Ablagen), die an den Erstentwurf erinnern. Das Baukastenprinzip besteht unverändert, erhält jedoch mit einem als Solo- oder Eckhocker einsetzbaren niedrigen Element und einem komfortablen Schlafsofa weitere Spielsteine. Für Sofakonfigurationen, die leicht und fast schwebend wirken, dienen zierliche Metallkufen, die verchromt oder lackiert ausgeführt werden.

Der Mann, der schnelle Pferde schneller machte.
Zum Möbeldesign kam Friedrich-Wilhelm Möller (1931-1996) über das Tischlerhandwerk und Studium der Innenarchitektur. Doch erst als Handelsvertreter bei COR beschloss er, neue Möbel zu entwickeln. Dabei reizte ihn „das additive Element, das sich durch hohe Variabilität den sich ständig ändernden Ansprüchen der Menschen anpasst“. Dieser Markt wollte erschlossen werden, bedingte die radikal schlichte Gestaltung seines Entwurfes im ausgehenden Nierentischzeitalter doch neue Sichtweisen.

Das Wagnis wurde belohnt; nicht zuletzt, weil Möller, stets den Skizzenblock unter dem Arm, unermüdlich an der Weiterentwicklung seines Möbels arbeitete, das nie modisch war. Es stand von Anfang an über der Zeit. 1994 schrieb der Designer an den damaligen Geschäftsführer Helmut Lübke, das Möbel sei mehr als ein Entwurf, „eine Uridee zum Sitzen auf Sofas, an der 30 Jahre immer wieder weiter gedacht, entfernt, genähert wurde.“ COR entwickelt das Prinzip CONSETA kontinuierlich weiter. Der Anspruch seines Schöpfers „schnelle Pferde schneller machen“ gilt bis heute, so zu sehen an dem aktuellen Modell „Ur-CONSETA“ von 2014.

Mit einer Ausstellung auf Jubiläumstournee
„Conseta. Neu seit 1964“ – unter diesem Motto reist der Klassiker mit den vielen Gesichtern und lebendiger Zukunft ab Ende Januar als Wanderausstellung zunächst durch Deutschland, um mit Liebhabern und Neugierigen auf Tuchfühlung zu gehen. Elf Modellszenarien veranschaulichen die Idee. Zusammengesetzt aus festen Prinzipien und unbändiger Fantasie. Dieser können Handel und Endkunden freien Lauf lassen. Allein die Textilpalette umfasst 430 Stoffe, bei den Lederbezügen kann unter über 100 Ausführungen gewählt werden, ein großes Spektrum an Sitzhöhen, -tiefen und -breiten will entdeckt werden.

Ob daraus dann ein Sofa, eine Sitzlandschaft, ein Sessel, ein Hochlehner, Hocker oder Schlafsofas entstehen, kann niemand vorhersagen. Eins aber ist sicher: Man könnte dieses Sofa auch Meilenstein nennen. Seit 50 Jahren erobert das Polstermöbelprogramm private und öffentliche Räume, es steht in Wohnungen, Häusern, Hotels, Unternehmen, Museen und Botschaften weltweit. Rund 800.000 Einzelelemente wurden bisher produziert. Viel wichtiger aber sind seine Schönheit und Langlebigkeit, zum Teil leben heute die Kinder oder Enkel der Erstbesitzer mit Möllers Zukunftsentwurf. Oft gelangt das Möbel zurück ins Werk, um neu bezogen oder aufgepolstert zu werden. Und in der SAMMLUNG COR, einem kleinen Museum im COR und interlübke Haus, belegen Zeitzeugen verschiedener Epochen die Entwicklung vom Urmodell zum Designklassiker.

CONSETA bleibt weiterhin auf Touren und macht bald auch bei Ihnen Station. Seien Sie herzlich eingeladen, die komfortable Vielfalt des Designklassikers ganz persönlich zu erleben. Entdecken Sie Ihr Lieblingsmodell!

Roadshow CONSETA. NEU SEIT 1964
Teilnehmende Händler unter www.cor.de/conseta1964

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