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Der Älteste von ihnen ist 23 Jahre alt, sie spielen risikofreudig, extrem schnell und mit scheinbar unbezwingbarem Willen zum Sieg. Robert Strom, Thomas Chouchanian, Alexis Pouille und Edward Pan sind seit gestern Polo Europameister. Atemlos und präzise, hervorragend beritten und mit beeindruckendem Überblick sicherte sich das französische Team mit zwei Toren Vorsprung vor den ebenfalls als Favoriten gehandelten Spaniern den Meistertitel. Riesenjubel, Hymne gröhlen und Fahne schwenken reichten da nicht mehr aus… Nach der Champagnerdusche auf dem Siegerpodest gingen einzelne Finalisten inklusive ihrer Flaggen unfreiwillig und zur Freude des Trockengebliebenen im Burggraben von Schloss Ebreichsdorf schwimmen.

„Wir sind Cousins und spielen daher seit unserem zehnten Lebensjahr zusammen Polo“, berichten Alexis Pouille und Robert Strom kurz nach ihrem Sieg. „Das Team hat hervorragend zusammen funktioniert, auch wenn wir nicht allzu viele Gelegenheiten hatten, im Vorfeld zusammen zu trainieren.“ Der heute 18-jährige Alexis hatte bereits 2008 bei der Europameisterschaft im französischen Nationalteam auf Gut Aspern in Schleswig-Holstein ein sehenswertes Spiel abgeliefert und wurde mit dem gestrigen Sieg nun als 18-Jähriger Europameister. „Beim 8:8 ist uns eben doch etwas mulmig geworden, aber wir konnten die beiden entscheidenden Tore glücklicherweise ja noch machen und freuen uns unglaublich über den Sieg.“

Titelverteidiger England hatte zum ersten Mal in der Geschichte der Polo-Europameisterschaft ein reines Frauenteam ins Rennen geschickt. Und die Damen lehrten die Herren das Fürchten. „No mercy“, bescheinigte Kommentatorin Jane Kiesel den vier gnadenlosen Britinnen um die weltbeste Spielerin Nina Clarkin (Handicap +4). Im Spiel um Platz drei zeigten die Damen dem Schweizer Team, dass offensichtlich nicht nur Kraft, sondern Technik, Köpfchen und Strategie das Spiel bestimmen. Mit einem 8:5,5 gewannen die Damen schließlich gegen die Brüder Luginbühl aus Veytay und Guy Schwarzenbach, der im zweiten Chucker ungefährlich gestürzt war. Mehrere Turniere hatte das herausragend spielende Damenquartett Clare Milford Haven, Emma Tomlinson, Nina Clarkin und Tamara Vestey in den vergangenen zwei Jahren gewonnen, sodass Nina Clarkins Idee, ein Damenteam nach Wien zu schicken, nicht fernlag. Zumal die Jungs aus dem englischen Siegerteam 2008 seitdem so gut geworden sind, dass sie für einen EM-Start in diesem Jahr nicht mehr zugelassen waren. „Dann schicken wir eben unsere Damen“, mag sich die erfolgreiche Polonation gedacht haben. Kein schlechter Plan, wie sich nun gezeigt hat. Auch pferdetechnisch nicht. Nina Clarkins „wonderhorse“ Stacey wurde als „Best playing pony“ des Turniers ausgezeichnet.


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