Am ersten Maiwochenende lud der Polo Club Hessen e.V. zum dritten Bembel Cup nach Frankfurt am Main. Die Ausschreibung des „Bembel“, wie er liebevoll von den lokalen Playern abgekürzt wird, reichte traditionell wie in den vergangenen zwei Jahren von Hdc -6 bis -4. „Wir wollen mit dieser Handicap-Vorgabe unerfahrenen Spielern die Möglichkeit geben, erste Turniere auf hohem Niveau zu spielen“, so Jens Oliver Kreiter vom Vorstand des Polo Club Hessen e.V. „Zu den „Rookies“ kommen ein bis zwei erfahrene Spieler mit einem Handicap von -1 oder 0 ins Team dazu, sodass die Chukker Tempo und Raum bekommen und die weniger erfahrenen Spieler durch die Anweisungen ihrer Teamcaptains gut ins Spiel integriert werden.“

Diese Coaching-Idee geht bis ins Schiedsrichterwesen. Auch hier stand an den drei Spieltagen Donnerstag bis Samstag (1.-3.5.) jeweils ein noch eher unerfahrener neben einem pfeiferprobten Umpire auf dem Feld. Sowohl die Spieler als auch die Unparteiischen verfestigen mit diesem bewährten Konzept die Anwendungen des DPV-Regelwerks. „Uns ist daran gelegen, als Botschafter dieser faszinierenden Sportart einerseits die Zuschauer zu begeistern und andererseits die Spielerbasis sukzessive zu erweitern“, so Dr. Andreas Schwiertz, 1. Vorsitzender des Polo Club Hessen e.V., der beim dritten Bembel Cup in Doppelfunktion als Spieler im Team Rot und Schiedsrichter im Einsatz war.

Trotz zunächst eher pessimistischer Wetteraussichten gingen alle drei Spieltage regenfrei vorüber. Gespielt wurde nach dem System „Jeder gegen Jeden“, die gewonnen und verlorenen Spiele sowie die Tordifferenz entschied danach die Platzierung. Am Ende des dritten Spieltags konnte das Team Grau siegreich den größten Pokal – in diesem Fall stilecht einen Bembel – nach Hause tragen.

Seit seiner Gründung verfolgt der Polo Club Hessen das Ziel, Berührungsängste zum Polosport abzubauen. Regelmäßig werden seit 2007 drei Turniere pro Jahr ausgerichtet:
– der Bären-Cup, ein Hallenturnier für Spieler mit nur einem oder/und geliehenem Pferd im Herbst/Winter
– gefolgt vom Amateur-Rasenturnier Bembel Cup im Frühling
– und dem internationalen Low-Goal-Turnier Frankfurt Gold Cup im Spätsommer, das 2014 bereits in die achte Runde geht

Das Konzept, Sport und Fair Play in den Vordergrund zu stellen, geht auf: Jedes Jahr verzeichnet der Verein wachsende Zuschauerzahlen, alle Turniere werden von der lokalen Presse mit großen Interesse begleitet. Die Kontinuität der Team- und Einzelspielermeldungen setzt sich bis zur Sponsorenebene fort: Von Beginn an ist hajo Polo & Sportswear als Ausstatter der Teams und des Vereins mit an Bord.

Aufgrund der Beliebtheit des Bembel Cup als Saisonauftakt beim Polo Club Hessen e.V. plant der Verein als Pendant zum Abschluss der Rasensaison dieses Jahr erstmals den Autumn Cup vom 26. bis 28. September.


Weitere Bilder vom Bembel Cup (© TessLooks.com / Jacques v. Tessenberg):
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Die Ergebnisse:
Donnerstag, 1. Mai 2014

Smaragd

:

Rot

9

:

1

Pool

:

Grau

3

:

5

 

Freitag, 2. Mai 2014

Grau

:

Rot

4,5

:

2

Pool

:

Smaragd

4,5

:

4

 

Samstag, 3. Mai 2014

Pool

:

Rot

3,5

:

5

Grau

:

Smaragd

4,5

:

4



Die Platzierungen:
1. Team Grau

Kurt Schöllhorn (TC)
Katrin Hafenrichter
Henrike Jäger / Thomas Maiti
Matteo Beffa

2. Team Smaragd
Thomas Obermair / Nicole Hambach (TC)
Sarah Dietz
Bernhard Niederhammer
Andreas Schwiertz

3. Team Pool
Leonille Fürstin zu Stolberg-Wernigerode (TC)
Petra Kyaw / Susanne Margraf
Christian Bormann
Daisy von Brünau

4. Team Rot
Anke Kreiter / Johanna Droste (TC)
Stefanie Fuchs
Dele Iversen
Andreas Volbert


Ein Bembel ist übrigens eine in Hessen gebräuchliche, dickbauchige Steinzeugkanne zum Ausschenken von Apfelwein. Die Größe des Bembel wird gemessen an der Anzahl der „Gerippten“ (Gläser), die damit gefüllt werden können. Traditionell haben die in Handarbeit gefertigten Bembel eine Salzglasur in grauer Farbe mit blauem Muster.


Weitere Informationen: www.frankfurtpolo.de