Mit einer Sonderkollektion außergewöhnlicher Komplikationen ehrt A. Lange & Söhne das geistige Erbe des Gründers der Feinuhrmacherei in Deutschland. In einer neuartigen Goldlegierung von bisher unerreichter Härte verbindet die Trilogie aus TOURBOGRAPH „Pour le Mérite“, LANGE 1 TOURBILLON und 1815 MONDPHASE das uhrmacherische Erbe von Ferdinand Adolph Lange mit dem Erfindergeist und der handwerklichen Meisterschaft von heute.

Als Ferdinand Adolph Lange im Jahr 1845 aus der prachtvollen Residenzstadt Dresden in das entlegene und verarmte Bergwerksstädtchen Glashütte zog, um hier seinen Traum von der idealen Uhrenmanufaktur zu verwirklichen, tat er dies mit dem Anspruch, die besten Uhren der Welt zu bauen. Mit dem Wissen, dass die Innovation von heute schon morgen Standard sein wird, entwickelte er sich zum engagierten Reformer, dem die Feinuhrmacherei viele Erfindungen und Verbesserungen verdankt. Zum Beispiel setzte er als einer der Ersten in der Uhrmacherei auf das metrische System, welches das bis dahin geltende komplizierte Pariser Linienmaß ersetzte. Sein Schaffen war geprägt vom Streben nach höchster Präzision. Dabei zeichneten sich selbst seine kompliziertesten Entwürfe durch eine beispielhafte konstruktive und gestalterische Klarheit aus. Seine Werte sind noch heute der Maßstab, an dem sich alle Lange-Mitarbeiter orientieren.

Die Jubiläumskollektion „165 Years – Homage to F.A. Lange“ erinnert an den Gründer der deutschen Feinuhrmacherei und an die wegweisenden Konstruktionen aus der von ihm gegründeten Manufaktur, die den vier Generationen überdauernden Mythos erst möglich gemacht haben. Wie die von Emil Lange, dem zweiten Sohn des Gründers, initiierte Grande Complication mit der Werknummer 42500 aus dem Jahr 1902. Sie vereint in ihrem Louis-XVI-Gehäuse aus 18-karätigem Gold ein selbstschlagendes Schlagwerk mit großem und kleinem Geläut, eine Minutenrepetition, einen Schleppzeiger-Chronographen mit Minutenzähler und blitzender Sekunde sowie ein Ewiges Kalendarium mit Mondphase. Die einmalige und in jeder Hinsicht außergewöhnliche Uhr kam in einem stark korrodierten Zustand zu Lange. Viele der 883 Teile mussten von den Spezialisten der Restaurierungswerkstatt aufwendig rekonstruiert werden. Doch nach jahrelanger Detailarbeit funktionieren heute wieder alle Komponenten ihres komplizierten Mechanismus’ – so perfekt wie vor über hundert Jahren.

Mit drei eindrucksvollen Zeitmessern, die den beständigen Werten der sächsischen Uhrmacher-Dynastie in technischer und ästhetischer Hinsicht einen neuen Ausdruck verleihen, ehren die Lange’schen Uhrmacher des 21. Jahrhunderts das geistige Erbe ihres großen Vorbilds. Für die Leistungsfähigkeit der Marke steht bei allen drei Modellen ein neuartiges, exklusiv für Lange entwickeltes Gehäusematerial. Mit einer Vickers-Härte von über 300 ist das honigfarbene, exklusiv für Lange entwickelte 18-karätige Gold etwa doppelt so hart wie andere Goldlegierungen. Unter dem von Hand gravierten Unruhkloben aus dem gleichen Material atmet die im eigenen Haus entwickelte und gefertigte Unruhspirale als Sinnbild der Innovationskraft, die in jedem Zeitmesser aus dem Hause Lange steckt. Ein guillochiertes Zifferblatt aus massivem Gold und ein von historischen Vorbildern inspirierter Strahlenschliff auf der Dreiviertelplatine der 1815 MONDPHASE und dem Kronradkloben des LANGE 1 TOURBILLON verweisen auf die große Handwerkstradition der Marke. Betrachtet man die drei Uhren und die in ihnen verwirklichten Ideen gemeinsam, so untermauern sie den Lange’schen Anspruch „Tradition neuester Stand“. Er ist in den Lange-Taschenuhren von einst ebenso lebendig wie in den Werken der Meisteruhrmacher von heute.



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© A. Lange & Söhne



Die Steigerung des Superlativs: der TOURBOGRAPH „Pour le Mérite“
Im Jahr 2005 präsentierte A. Lange & Söhne mit dem TOURBOGRAPH „Pour le Mérite“ eine Große Komplikation, die in der Feinuhrmacherei Maßstäbe setzte: Das erste Minutentourbillon im Armbanduhren-Format mit Antrieb über Kette und Schnecke und zusätzlichem Rattrapante-Chronographen. Die Komplexität ihres Mechanismus’ erlaubt es nur eine Uhr pro Monat fertig zu stellen, so dass die letzte Uhr der ersten Teilauflage von 51 Exemplaren in Platin erst vor wenigen Wochen ausgeliefert werden konnte. Die Vorstellung der zweiten Teilauflage von 50 Exemplaren in einer „noch zu definierenden Goldvariante“ wurde bereits damals angekündigt. Der jetzt zu Ehren von Ferdinand Adolph Lange präsentierte TOURBOGRAPH „Pour le Mérite“ in dem neuen, härteren Gold verkörpert nicht nur den Lange’schen Anspruch, die besten Uhren der Welt zu bauen. Er ist zugleich der Beweis dafür, dass selbst ein uhrmacherischer Superlativ noch steigerungsfähig ist.



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© A. Lange & Söhne



Gezähmter Wirbelwind: das LANGE 1 TOURBILLON mit Sekundenstopp
Zur Jahrtausendwende präsentierte A. Lange & Söhne das LANGE 1 TOURBILLON auf Basis der legendären LANGE 1. Damals war noch nicht möglich, was den Konstrukteuren bei Lange einige Jahre später mit dem CABARET TOURBILLON gelingen sollte: die Unruh im Inneren des rotierenden Tourbillon-Käfigs direkt und verzögerungslos abzubremsen. Damit hatten sie einen elementaren Schönheitsfehler des über 200 Jahre lang als uhrmacherisches Nonplusultra geltenden Tourbillons korrigiert. Denn der kunstvolle Mechanismus, der durch die Überwindung der Schwerkraft für beste Gangwerte sorgte, ließ sich nicht anhalten und damit auch nicht sekundengenau einstellen. Langes geniale Lösung für das Problem – ein patentierter Sekundenstopp-Mechanismus – findet sich jetzt auch im LANGE 1 TOURBILLON der Jubiläumskollektion. Er lässt sich durch den transparenten Einerring des Großdatums aus Saphirglas beobachten und steht für den Lange’schen Grundsatz, selbst das Perfekte noch zu hinterfragen. Den krönenden Abschluss bildet bei dieser Rarität ein präzise in das Zifferblatt eingepasster hochglanzpolierter Kloben aus honigfarbenem Gold, der das Tourbillon- Drehgestell auf der Zifferblattseite trägt. Zu den weiteren Besonderheiten dieser Uhr gehört, dass das Minuten-Tourbillon beidseitig von einem Diamantdeckstein gehalten wird. Ein Gütesiegel, das Ferdinand Adolph Lange einst einführte, um die 1A-Spitzenqualität seiner Taschenuhren zu kennzeichnen.



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© A. Lange & Söhne



Tausend Jahre Präzision: die 1815 MONDPHASE im neuen Gewand
Die 1815 MONDPHASE symbolisiert Langes fortwährendes Streben nach höchster Präzision. Für sie wurde daher ein äußerst genau arbeitendes Mondphasengetriebe berechnet. Dank eines Räderzuges mit einer speziellen Übersetzung entsteht eine extrem niedrige Abweichung von nur 6,61 Sekunden pro Mondphase, die sich erst nach 1.058 Jahren zu einer Abweichung von einem Tag vom tatsächlichen Mondlauf summieren. Hätte es eine solche Uhr im Jahr 952 – zur Zeit des deutschen Kaisers Otto dem Großen – schon gegeben und wäre sie bis heute ohne Unterbrechung gelaufen, so müsste ihre Mondphase in diesem Jahr zum ersten Mal korrigiert werden. Die limitierte Edition der 1815 MONDPHASE in Rotgold und Platin mit schwarzem Zifferblatt aus dem Jahr 1999 zählt bei Sammlern zu den begehrtesten Objekten aus dem Hause Lange. Ihr Erkennungszeichen ist eine kunstvolle Darstellung des „Großen Wagens“, dem wohl bekanntesten Sternbild, auf dem Zifferblatt. Gut erhaltene Exemplare der gesuchten Rarität erzielen bei Uhrenauktionen mitunter mehr als das Dreifache des ursprünglichen Verkaufspreises. Eine ähnliche Wertentwicklung könnte auch die 1815 MONDPHASE „Homage to F. A. Lange“ erfahren. Denn weltweit ist sie auf lediglich 265 Exemplare limitiert.


Weitere Informationen unter www.alange-soehne.com